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Quellcode-Weitergabe Apple öffnet China Tür und Tor

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China startete gezielten Angriff auf iCloud-Nutzer

Das Wissen um die Funktionsweise der Apple-Software würde es für die chinesischen Behörden weitaus einfacher machen, Sicherheitslücken zu finden. „Die Regierung ist dann in der Lage, wunde Punkte auszumachen und iPhones und MacBooks zu hacken“, sagte Alpha weiter.

Das China von diesen Möglichkeiten durchaus gebraucht macht, hat es im Oktober vergangenen Jahres bewiesen: Mit einem Man-in-the-Middle-Angriff hatten die chinesische Sicherheitsbehörden iCloud-Nutzer angegriffen, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete.

Die Köpfe hinter Apple

Zur selben Zeit war Apple-Chef Cook zwecks einer viertägigen Reise in China und sprach mit der Staatsführung über Datenschutz und Sicherheit.

Bei einem Man-in-the-Middle-Angriff steht der Hacker zwischen zwei Kommunikationspartnern und hat Kontrolle über den Datenverkehr der Netzwerkteilnehmer, kann die ausgetauschten Informationen einsehen und manipulieren.

Apple ist vom chinesischen Markt abhängig

Ein Anwalt des US-Whistleblower Edward Snowden hatte erst vor kurzem in einem Interview mit russischen Staatsmedien erklärt, Snowden verwende kein iPhone. „Das iPhone nutzt eine spezielle Software, die aktiviert werden kann, ohne dass der Nutzer es bemerkt.“ Auf diese Weise könnten Daten gesammelt werden.

Alarmierend sei die Weitergabe des Quellcodes laut Alpha nicht nur für die chinesischen Nutzer: „Apple-Nutzer weltweit sind dadurch weitaus anfälliger für Spionage durch die chinesische Regierung.“

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Nach wie vor ist es nicht sicher, ob Apple den Quellcode wirklich weitergegeben hat. Die chinesische Regierung hat ihre Staatsmedien – zu denen auch die Beijing News gehören, die von der Weitergabe berichteten – schon öfter ausgenutzt, um Unwahrheiten zu verbreiten.

In jedem Fall macht die Angelegenheit deutlich, wie stark Apple von China abhängig ist. Sie sind auf den Markt angewiesen – das weiß die chinesische Regierung, was Apples Verhandlungsposition schwächt.

Der UBS-Analyst Steven Milunovich hatte Anfang Januar dargelegt, dass Apple im vergangenen Jahr 35 Prozent seiner iPhones in China verkauft hat – 13 Prozent mehr als noch 2013. Im selben Zeitraum sank der Anteil in den USA von 29 Prozent im Jahr 2013 auf 24 Prozent im Vorjahr. Wachstum verspricht aktuell nur China.

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