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Rätsel-App Quizduell kommt bald ins Fernsehen

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Wer zahlt, muss keine Werbung sehen

Die neuen Spielehandys
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Mittlerweile ist Quizduell auf 5,5 Millionen Geräten installiert, laut Willstedt spielen vier Millionen Deutsche täglich. Geld verdient die Firma damit, Werbung in den kostenloses Versionen von „Quizduell“ zu verkaufen. Wer bis zu drei Euro (je nach Betriebssystem) zahlt, muss keine Werbung mehr ertragen und erhält Zugriff auf einige Statistiken. Anders als Kommunikationsanwendungen wie Whatsapp greift die schwedische Software keine Nutzer- oder Kontaktdaten außer dem Spitznamen des Nutzers ab. Selbst die E-Mail-Adresse ist optional.

Technisch hatte Feo Media seit dem Start mächtig aufrüsten müssen. Zunächst waren eigene Server mit der Abwicklung der Duelle beschäftigt, doch der gewaltige Boom unter schwedischen Nutzen brachte das Linux-System mit SQL-Datenbank an die Grenze. Vor der Expansion sattelten die Firma daher auf einen Cloud-Dienstleister um und ist mit der Performance zufrieden – „auch wenn das Spiel immer mal wieder etwas langsam ist“, so Willstedt.

Die Einnahmen in Schweden reichten, um die Belegschaft auf zehn feste Beschäftigte aufzustocken und mehrere Dutzend freie Mitarbeiter einzustellen. Diese schufen einen Grundstock an Fragen, damit es nicht zu schnell zu Wiederholungen selbst bei vielfachem Spiel kommt. Nutzer können Vorschläge einschicken und so stehen mittlerweile mehr als 25.000 Fragen im Katalog. Jede Frage wird zufällig ausgespielt, sodass es zu Dopplungen innerhalb weniger Partien kommen kann. „Wir halten das nicht für ein größeres Problem“, sagt Willstedt. Es gebe zwar die Möglichkeit, jede Spielrunde völlig individuell zu gestalten. Doch der technische Aufwand sei enorm.

IT



Auch finanziell lohnt sich die App, doch Details plaudert der ehemalige Lehrer mit Webdesign-Erfahrung nicht aus. Das Auskommen sei „gut, aber wir sind keine Millionäre“. Die Kosten seien hoch für Personal und Server. Der Cloud-Dienst sei wesentlich teurer als die eigenen Server – aber eben auch zuverlässiger.

Die Expansion nach Großbritannien und USA steht derzeit auf dem Programm, doch ein scharfer Rivale hat sich dort bereits etabliert – QuizUp. Die Konkurrenten hätten sich sicherlich von „Quizkampen“ inspirieren lassen und hätten finanzstarke Investoren.

Auch ein Verkauf der jungen Firma sei denkbar, sagt Willstedt, „wenn der Preis stimmt.“ An dem Gründer der Kurznachrichten-App Snapchat, Evan Spiegel, will er sich jedenfalls nicht orientieren. Der hatte jüngst eine Drei-Milliarden-Dollar-Offerte von Facebook ausgeschlagen. „Da hat sich doch jeder an den Kopf gefasst“, so Willstedt.

Den Autor dieses Texts können Sie unter dem Nutzernamen „mdquiz“ zum Quizduell herausfordern.

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