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Schlechte Hardware-Verkäufe IBM kämpft mit sinkendem Umsatz

Eigentlich sind die Börsianer von IBM gewohnt, dass das IT-Urgestein besser abschneidet als gedacht. Die Firma gehört zu den weltweit erfolgreichsten. Doch dieser Jahresanfang war anders.

IBM Quelle: dapd

Das Geschäft des IT-Konzerns IBM hat sich spürbar eingetrübt. Software und Services, aber vor allem Hardware verkaufte sich im ersten Quartal schlechter. IBM hat sich zwar schon lange vom PC-Geschäft verabschiedet, stellt leistungsstarke Firmenrechner her, sogenannte Server. Das Geschäft in dieser Sparte schrumpfte um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. IBM habe einige Geschäftsabschlüsse nicht mehr rechtzeitig hinbekommen, erklärte Konzernchefin Ginni Rometty am Donnerstag nach US-Börsenschluss. Die Börsianer waren enttäuscht. Sie hatten mit einem besseren Abschneiden gerechnet. Die Aktie fiel nachbörslich um mehr als 4 Prozent.

Insgesamt schmolz der Umsatz um 5 Prozent auf 24,4 Milliarden Dollar. Der Gewinn fiel in der Folge um 1 Prozent auf unter dem Strich 3,0 Milliarden Dollar (2,3 Mrd Euro). Dass es nicht weiter abwärtsging, lag an gleichzeitigen Einsparungen im Vertrieb und der Verwaltung. IBM ist der weltgrößte Anbieter von Computer-Dienstleistungen. Dazu gehören etwa die Beratung oder auch der Betrieb von Rechenzentren. Das Unternehmen mit dem Spitznamen „Big Blue“ gilt wegen seiner herausragenden Stellung als Gradmesser für die Konjunktur.

Für IBM ist es höchst ungewöhnlich, die Erwartungen zu verfehlen. Dabei rückte IBM unter Rometty massiv in Wachstumsmärkte wie Brasilien, China oder Russland vor sowie in Geschäftsbereiche wie Datenauswertung und Cloud Computing. IBM geht aber weiterhin davon, aus dass der Gewinn im Gesamtjahr steigen wird. Es wäre das elfte Jahr in Folge mit einem Plus. Rometty zieht sich dazu aus wenig profitablen Geschäften zurück - und spart. Laut französischen Gewerkschaftsangaben sollen in dem Land in den kommenden beiden Jahren 1400 von 9700 Stellen wegfallen.

Bis zum Jahr 2015 soll der Großteil des Gewinns mit Software erzielt werden. Hintergrund sind auch die niedrigen Renditen im Hardware-Geschäft. Seine PC-Sparte hatte IBM schon 2005 an den chinesischen Konzern Lenovo verkauft.

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