Shoppen mit dem Smartphone Was Kunden beim mobilen Einkaufen nervt

Die Bedeutung von Smartphone und Tablet beim Online-Shopping wächst. Doch der Mehrzahl der Händler ist nicht darauf vorbereitet, sagt eine aktuelle Studie. Was die Kunden besonders nervt.

Die Bedeutung von Smartphone und Tablet beim Online-Shopping wächst Quelle: dpa

In der Bahn noch schnell das Geburtstagsgeschenk aussuchen. Beim Einkaufbummel in der Stadt kurz Angebot und Preis der anderen Händler prüfen. Am Abend das T-Shirt von der Couch aus ordern. Immer mehr Menschen nutzen Smartphone und Tablet beim Einkaufen.

Laut einer aktuellen Studie des "Center for Retail Research" (CRR) im Auftrag des Portals deals.com werden in diesem Jahr rund 14 Milliarden Euro mobil umgesetzt. Das wäre fast doppelt so viel wie im Jahr zuvor. Trifft die Prognose zu, würde jeder vierte Euro im Onlinehandel über ein mobiles Endgerät eingenommen.

Über die Studie

Dabei sind Smartphone und Tablet bislang nicht einmal die großen Verkaufs-Maschinen. 13 Prozent aller Kunden haben über die mobile Geräte schon mal Online-Bestellung abgeschlossen. Im gesamten Kaufprozess ist die Bedeutung wesentlich größer. 79 Prozent der befragten Deutschen nutzen Smartphone und Tablet für Preisvergleiche, oder um Rezensionen zu lesen. 70 Prozent suchen nach Angeboten und Möglichkeiten, ein Schnäppchen zu schlagen.

Was Kunden beim mobilen Einkauf nervt

Auf die wachsende Bedeutung des M-Commerce hat sich bislang jedoch nur die Minderheit der deutschen Händler eingestellt, urteilen die Autoren der CRR-Studie.  So sei lediglich jede vierte Händler-Webseite in Deutschland mobiloptimiert. 

Dass die Shops nicht an kleine Bildschirme angepasst sind, nervt entsprechend 45 Prozent von 1000 befragten Kunden. Noch mehr Konsumenten (66 Prozent) fühlen sich von lange Ladezeiten beim Einkauf gestört. Mangelhafte Produktansichten und ungewollte Pop-Ups vermiesen den mobilen Einkäufern ebenso den Spaß. Groß ist auch die Sorge um die Sicherheit und den Datenschutz.

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Insgesamt liegen deutsche Anbieter damit auf europäischem Niveau, aber deutlich unter dem in den Vereinigten Staaten. Viele stationäre Händler tun bis heute mit dem Onlinehandel schwer. Nach Jahren des Abwartens investieren die meisten mittlerweile verstärkt in den Ausbau des E-Commerce - haben aber gerade im Vergleich zur Onlinekonkurrenz wie Amazon Boden gut zu machen.  An die Optimierung  der mobilen Seite - oder gar eine eigene App - denken deshalb offenbar die wenigsten.

Doch weil sie ihren Kunden nicht das Einkaufserlebnis bieten, dass diese sich wünschen, lassen deutsche Händler viel Geld liegen. Davon ausgehend, dass rund 28 Prozent der Befragten bei einem mobil-freundlichen Händler durchschnittlich für acht Euro mehr einkaufen würde, hat CRR errechnet, dass den Händlern allein 2015 sieben Milliarden Euro Umsatz entgehen könnten.

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