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Shoppen ohne Aufwand Virtuelle Einkaufsberaterinnen für männliche Shoppingmuffel

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Die virtuelle Freundin als Einkaufsberaterin

Was die Deutschen online kaufen
Blumen Quelle: dpa
Telekommunikation/Handy Quelle: dapd
Platz 8: Haushaltsgeräte Quelle: obs
Möbel, Sofa Quelle: Screenshot
Platz 1: Kleidung Quelle: dpa
Modelleisenbahn Quelle: dpa/dpaweb
Bücher Online-Versandhandel Quelle: Screenshot

Lohnt sich ein Test? "Ja, allein aus Neugier habe ich einmal ein Paket bestellt, um zu sehen, wie jemand Fremdes mich so auf diese Art einschätzt und einkleiden würde", sagt Simon Reimer. Das Paket war letztlich nicht so ganz sein Stil: "Aber auch nicht vollkommen daneben." Sein Freund hingegen war beispielsweise deutlich zufriedener: "Ich habe fast alles behalten und meine Freundin war überrascht über das ein oder andere Teil. Sie hätte nicht gedacht, dass ich solche Sachen anziehen würde", sagt Peter Steffens.

Gleiches gilt für die Modomoto-Konkurrenten Anna Alex und Julia Bösch vom Startup Outfittery. Zwei Jahre lang haben sich die 27-jährige Alex und ihre ein Jahr ältere Geschäftspartnerin ihre Sporen bei Rocket Internet verdient, dem Unternehmen hinter Modeversender Zalando, der durch TV-Spots mit kreischenden Frauen bekannt wurde. Dort begleiteten sie unter anderem Aufbau und Expansion von CityDeal - jenem Coupon-Startup, das die Samwer-Brüder 2011 an das US-Vorbild Groupon verkauft haben. "Ich konnte mir vorher nicht vorstellen, dass man als Unternehmen so schnell wachsen kann", sagt Alex.

Warum die Deutschen Online-Shopper sind

Wie sehr die beiden von ihren Rocket-Erfahrungen profitieren, zeigt ihr Tempo: Ende 2011 haben sich Alex und Bösch für das Geschäftsmodell entschieden, das dem 2009 gegründeten US-Anbieter Trunk Club ähnelt. Im Februar hatten sie die ersten Kunden und im Juni stiegen der High-Tech-Gründerfonds sowie Holtzbrinck Ventures mit einer nicht genannten Summe ein. "Der schnelle Zugang zu Kapital wäre außerhalb von Berlin schwierig gewesen", lobt Bösch, Finanzchefin von Outfittery, den Nährboden für Startups in der Hauptstadt.

Das Outfittery-Konzept hebt sich kaum von Konkurrenten Modomoto ab. "Jeder Kunde bekommt eine Style-Expertin", erklärt Gründerin Alex. Mit Tatjana, Jenna oder Doreen geht er am Telefon einen Fragebogen zu seinen modischen Vorlieben durch: sportlich oder elegant, modisch oder lieber die Klassiker. Auf Basis dieses Gesprächs verschickt Outfittery seine Boxen. "Dadurch bringen wir eine persönliche Komponente in den E-Commerce", sagt Alex. Ein Service, der aber die Personalkosten erhöht.

Hier finden Sie die besten Shopping-Portale
Geschenkekauf per Mausklick boomtVon wegen Krise: Für den Handel läuft das Weihnachtsgeschäft in diesem Jahr gut an. Die Deutschen sind in Kauflaune und wollen, das haben Konsumforscher von der GfK ausgerechnet, pro Kopf im Schnitt 285 Euro für Präsente ausgeben. Laut einer Studie, die die Beratung OC&C Ende November veröffentlicht hat, kaufen immer mehr Verbraucher aber lieber stressfrei per Mausklick im Internet statt in überfüllten Kaufhäusern ein. Quelle: obs
Hochschule Rosenheim testet Shops für Elektro-GeräteElektronik-Artikel gehören zu den Produkten, die die Deutschland am liebsten online bestellen – neben Büchern, CDs und DVDs. Das hat eine aktuelle TNS-Emnit-Umfrage ergeben. Aber wo kaufen die Bundesbürger am besten ein? Das haben 25 Studenten der Hochschule Rosenheim untersucht. Anhand von 40 Kriterien wurden acht Online-Händler für Elektronik-Produkte unter die Lupe genommen. Quelle: REUTERS
Der Test und die KriterienBesonderes Augenmerk lag bei der Umfrage auf den Kriterien Optik und Gestaltung, Suche und Navigation, Preis und Angebot, Beratung, Information und Service sowie Bestellung, Bezahlung und Lieferung. Dabei konnte ein Händler maximal 5 (= sehr gut) Punkte in jeder Kategorie erhalten, woraus sich zusammenfassend der Online-Service-Index (OSI) ergibt, der in Prozent anzeigt, wie zufrieden die Kunden mit den Internetseiten sind. Für den Test bestellten die Studenten, die anonym wie normale Kunden aufgetreten sind, vier Produkte. Eine Digitalkamera, eine Kaffeemaschine, ein Navigationsgerät und einen Bluray-Player. Quelle: REUTERS
Platz 8: AlternateDer Online-Shop Alternate kommt demnach im Gesamtergebnis auf 66 Prozent. Immerhin sind die Kunden von der Optik und Gestaltung zu 74 Prozent zufrieden. Nicht ganz so gut schneidet das hessische Unternehmen, das schon seit 1997 im E-Commerce aktiv ist, in den restlichen Kategorien ab. Vor allem beim Angebot und beim Preis ist Alternate mit 62 Prozent der schlechteste Händler im Test. Quelle: Screenshot
Platz 7: CyberportIm Gesamtergebnis schneidet Cyberport mit 69 Prozent ab. Der Vorletzte konnte vor allem im Bereich Service mit 74 Prozent Zufriedenheit bei den Kunden punkten. Die Produktinformationen des Online-Händlers, der mehrheitlich der Hubert Burda Media gehört, sind verständlich, es gibt Testberichte und Kundenrezensionen zu den Waren und die Hotline ist hilfsbereit und schnell zu erreichen. Quelle: Screenshot
Platz 6: ConradDie Auswahl bei Conrad ist unschlagbar, viele kennen den Händler, der schon seit 1923 im Versandhandel tätig ist, vom Einkaufsbummel in der Stadt. Der Online-Store des Familienunternehmens hat allerdings ein kleines Manko, weswegen Conrad im Test Federn lassen muss. Insgesamt sind die Kunden zwar zu 72 Prozent zufrieden, aber was die Optik und die Gestaltung anbelangt, ist Conrad mit 65 Prozent einer der schlechtesten Händler im Test. Quelle: Screenshot
Platz 5: RedcoonMit dem Aschaffenburger Elektronik-Versender Redcoon will die Metro ihre Online-Strategie ausbauen. Erst Anfang 2011 hat das Düsseldorfer Unternehmen den Online-Händler gekauft. Doch schon die erste TV-Kampagne sorgte für Aufsehen und beschäftigte den Deutschen Werberat. Zwar sind die Sports ironisch gemeint, aber für viele Zuschauer sind ist die Art und Weise, wie die vollbusigen Testimonials Gina-Lisa Lohfink, Micaela Schäfer, Jordan Carver und Sandra Lang ihre Rolle als die „billigsten Mädchen Deutschlands“ ausfüllen, sexistisch und frauenfeindlich. Besser schneidet Redcoon bei der Untersuchung der besten Online-Shops ab. Im Gesamtergebnis sind die Kunden zu 75 Prozent zufrieden. Vor allem bei der Frage, wie schnell und einfach die Produktsuche ist, schneidet der Online-Shop mit 80 Prozent gut ab. Hinsichtlich der Preise gibt es insgesamt zwar nur geringe Unterschiede, trotzdem haben Redcoon und der Testsieger – bezogen auf den gesamten Warenkorb – die günstigsten Preise. Quelle: obs

So sollen aber auch hier Männer angesprochen werden, die wenig Zeit zum Einkaufen haben. "Wir sind so etwas wie die virtuelle Freundin als Einkaufsberaterin", sagt Alex. Das Angebot beider Startups ist vielfältig und vor allem hochwertig. Wer vor allem auf günstig, statt auf Marken und Qualität setzt, ist sowohl bei Modomoto als auch bei Outfittery falsch. Beide setzen auf große Namen.

Im Angebot haben die Outfittery-Stylistinnen alle gängigen Qualitätsmarken wie Hugo Boss, Tommy Hilfiger, Grant, Ralph Lauren oder Tiger of Sweden, sowie junge In-Marken wie Paul Frank und Jack & Jones.

Ähnliche Auswahl bietet auch Modomoto: Burlington, Tommy Hilfiger, Tiger of Sweden, Marc‘O Polo, Farah. "Stellen Sie sich das Beste von Breuninger, Peek & Cloppenburg und SØR vor", heißt es bei Modomoto auf der Webseite.

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