Smartphone-Marktführer Gewinn von Samsung bricht ein

In China wird rund jedes dritte Smartphone der Welt verkauft. Doch die Konkurrenz wird stärker. Das bekommt jetzt auch der koreanische Marktführer Samsung zu spüren.

So sieht die Computer-Uhr Galaxy Gear aus
Chef der IT-Sparte bei Samsung Electronics, JK Shin, stellte am Mittwoch in Berlin sowohl die Computeruhr Samsung Galaxy Gear als auch das Tablet Galaxy 10.1 und das Galaxy Note 3 vor. Quelle: dpa
Gleich zu Beginn der Show zeigte er die Computeruhr, die er in grellem Orange am Handgelenk trug. Quelle: REUTERS
Anrufe lassen sich sowohl per Tippen... Quelle: REUTERS
... als auch per Anheben des Armes annehmen. Hierzu wird die Uhr kurz Richtung Ohr gehoben. Quelle: AP
Die Computeruhr ist an ein anderes mobiles Samsung Gerät gekoppelt. Bei dem Note 3 und dem Galaxy 10.1 ist die Möglichkeit zum drahtlosen Datenverkehr bereits installiert. Quelle: AP
Pranav Mistry, Chef des Samsung Innovationsteams, stellte sowohl die technischen Hintergründe der Uhr als auch das Design vor. Das Wearable wird in sechs Farben erhältlich sein. Quelle: REUTERS
In das Armband der Uhr ist eine Kamera eingebaut. Die Auflösung der Bilder ist jedoch noch sehr gering. Quelle: REUTERS

Smartphone-Marktführer Samsung hat unter dem Druck verschärfter Konkurrenz in China einen Gewinneinbruch erlitten. Der Gewinn des südkoreanischen Technologieriesen fiel im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 19,5 Prozent auf 6,3 Billionen Won (rund 4,6 Milliarden Euro). Auch der starke Won trug zu dem Rückgang bei, wie Samsung am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz sank um 8,9 Prozent auf 52,4 Billionen Won. Samsung ist der weltgrößte Hersteller von Handys, Fernsehern und Speicherchips.

In der Handy-Sparte, die mehr als die Hälfte des Samsung-Geschäfts ausmacht, fiel der Umsatz um gut 21 Prozent auf 27,5 Billionen Won. Der operative Gewinn brach sogar um fast 30 Prozent ein. Samsung verlor im vergangenen Quartal laut Marktforschern viel Geschäft im China an einheimische Anbieter wie Huawei und Lenovo. Zugleich räumte Apple im Oberklasse-Markt ab: Die iPhone-Verkäufe stiegen laut Konzernchef Tim Cook um 48 Prozent. Bei Samsung gab es im vergangenen Quartal nach Berechnungen der Analysefirma IDC sogar einen ungewöhnlichen weltweiten Absatzrückgang um vier Prozent auf 74,3 Millionen Smartphones. Damit fiel der Samsung-Anteil am Smartphone-Markt auf 25 Prozent von rund 32 Prozent vor einem Jahr. Die Südkoreaner selbst veröffentlichen keine Verkaufszahlen mehr.

Samsung will nun im niedrigen und mittleren Preisbereich in China gegen die Rivalen ankämpfen. Das könne zunächst angesichts höherer Marketing-Ausgaben weiter zu Lasten des Gewinns gehen, nach Absatzsteigerungen werde man aber wieder mehr verdienen, hieß es. Außerdem sollen noch in diesem Jahr neue Oberklasse-Smartphones von Samsung auf den Markt kommen. Im Herbst dürfte es mit dem nächsten iPhone von Apple auch in diesem Bereich starke Konkurrenz geben. In China hofft Samsung auf bessere Verkäufe mit dem Ausbau der besonders schnellen LTE-Datennetze.

Zärtlichkeit per Bluetooth
FitbugDas Armband
Guard2MeDas Startup Guard2Me hat eine Datenuhr für demenzkranke Menschen im Gepäck. Die Uhr lässt sich per GPS und über Mobilfunknetze finden und auf einer Karte anzeigen. Die Bewegungssensorik misst außerdem, ob eine Person gestürzt ist oder längere Zeit auf dem Boden liegt. Außerdem ist die Uhr mit einer SOS-Taste ausgestattet, über die der Träger Hilfe rufen kann. Zudem sind in der Uhr Name, Adresse, Blutgruppe und wichtige Informationen zu Medikamenten gespeichert. Quelle: dpa
Sony CoreDas
E309 von Ares Über einen Zugang zum Google Play Store und einen Steckplatz für eine Mikro-SIM-Karte verfügt diese Uhr, die gleichzeitig wie ein Smartphone eingesetzt werden kann. Das Angebot umfasst dabei auch Karten- und Navigationsdienste, Spiele und Whats App. Wie andere Smartwatches ist sie mit 47,5 mal 42 mal 13 Millimetern recht groß, verfügt dabei aber auch - durch die Mikro-SIM-Karte über die Möglichkeit des Telefonierens. Offenbar hat Ares eine eigene Benutzeroberfläche entwickelt, die aber an die Kacheloptik von Windows 8 erinnert. Quelle: Screenshot
Lifeband TouchLG stellte in Las Vegas das Lifeband Touch vor. Der Fitness-Tracker misst zum Beispiel die tägliche Bewegung und die Kalorien, die am Tag konsumiert wurden. Die Informationen werden sowohl auf einer speziell programmierten App angezeigt, als auch auf dem Armband selbst. Quelle: dpa
TaptapMit dem Taptap Armband lassen sich Berührungen übertragen. Wer den Sensor auf seinem Armband antippt, erzeugt damit automatisch eine Vibration auf dem Armband des Partners. Die Entfernung der Armbänder voneinander spielt dabei keine Rolle, da das Signal über das Internet übertragen wird. Als Brücke dient eine Bluetooth-Verbindung auf dem Smartphone. Die Signale werden dann über eine App an das andere Armband weitergeleitet. Das Partnerarmband kann allerdings auch zu anderen Zwecken eingesetzt werden - zum Beispiel als Vibrationsalarm am Körper, oder beim Sport, um Laufzeiten zu messen. Entwickelt wurde das Produkt von einem internationalen Entwicklerteam, dass unter dem Namen Woodenshark agiert. Für ihr Produkt suchen sie gerade Investoren über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter. Quelle: kickstarter.com Quelle: Screenshot
Nike Fuel SEDer Sportartikel-Hersteller Nike hat die zweite Generation seines Fuel-Band vorgestellt. Und anders als der Vorgänger, soll das Gadget auch in Deutschland in den Handel kommen. Das Unternehmen hat vor allem an der Verbesserung des Algorithmus gearbeitet. Das Display besteht aus hundert weißen und 20 farbigen LEDs. Der Akku hält nach Herstellerangaben etwa vier Tage durch. Außerdem ist das Armband einigermaßen wasserdicht. Duschen und einen Schauer hält es angeblich aus, beim Schwimmen sollten Sportler es allerdings abnehmen. Auch das Fuel SE stellt per Bluetooth eine Datenverbindung zum Smartphone her. Dabei setzt Nike voll auf Apple. Eine Android-Version ist zum Verkaufsstart am 6. November nicht geplant. Kosten soll das Armband 139 Euro. Quelle: Screenshot

Samsungs Geschäft mit Unterhaltungselektronik entwickelte sich dagegen etwas besser. Der Umsatz stieg um 1,7 Prozent auf 13 Billionen Won. Der operative Gewinn sprang um 79 Prozent auf 770 Milliarden Won hoch. Samsung profitiert unter anderem davon, dass mehr teure Geräte mit der besonders hohen Ultra-HD-Auflösung gekauft werden. Allein in China sei ihr Absatz von Quartal zu Quartal um 88 Prozent gestiegen, hieß es. Unter anderem in Südamerika habe auch die Fußball-WM die Verkäufe von Fernsehgeräten insgesamt angekurbelt. Samsung hatte zu Monatsbeginn bereits einen deutlichen Gewinnrückgang in Aussicht gestellt. Er fiel jedoch höher aus als von Analysten erwartet. Bei hunderten Managern in der Mobil-Sparte seien die Bonuszahlungen für das erste Halbjahr um ein Viertel gekürzt worden, berichtete das „Wall Street Journal“ am Donnerstag.

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