Smartphones verkaufen sich schlecht Blackberry enttäuscht - Aktie stürzt vorbörslich ab

Blackberry hat aktuelle Geschäftszahlen vorgelegt - und enttäuscht. Ein Verlust von 84 Millionen Dollar und weniger verkaufte Smartphones, als erwartet, ließen die Aktie vorbörslich um 20 Prozent abstürzen.

So sehen die neuen Blackberrys aus
Eines mit Tastatur, eines ohne: Blackberry-Chef Thorsten Heins hat zwei neue Smartphones vorgestellt. Das Q10 (r.) hat – wie bei Blackberry bislang üblich – Tasten, das Z10 einen Touchscreen. Quelle: dapd
Großes Interesse: Bei den Präsentationen in New York und diversen anderen Metropolen schauten sich hunderte Journalisten, Analysten und Fans die neuen Geräte an. Quelle: rtr
Neue Geräte, neuer Name: Die ganze Firma benennt sich um und heißt künftig wie ihr bekanntestes Produkt. Quelle: dapd
Das Herzstück der neuen Geräte: Der kanadische Hersteller hat das neue Betriebssystem Blackberry 10 komplett neu entwickelt. Es soll für Arbeit und Freizeit zugleich geeignet sein. „One device for work and play“, lautet das neue Blackberry-Motto. Quelle: dpa
Zum Start des neuen Betriebssystems stehen mehr als 70.000 Apps bereit, unter anderem Facebook, Twitter, das Spiel Angry Birds und die Kommunikationsanwendungen Skype und WhatsApp. Quelle: dpa
Die Marke Blackberry soll künftig auch für Lifestyle und Freizeit stehen – auf der Online-Plattform Blackberry World gibt es künftig nicht nur Apps, sondern auch Musik und Videos. Quelle: dapd
Das Smartphone als Konsole: Das Z10 eignet sich auch für Computerspiele, hier der Ego-Shooter „Nova“, übertragen auf einen Fernseher. Quelle: dapd

Die von Grund auf neu entwickelten Blackberrys verkaufen sich schlechter als gedacht. Das kanadische Unternehmen mit dem deutschen Manager Thorsten Heins an der Spitze lieferte in seinem ersten Geschäftsquartal (bis Anfang Juni) rund 6,8 Millionen Smartphones aus. Vom Finanzdienstleister Bloomberg befragte Analysten hatten mit knapp 7,5 Millionen Stück gerechnet. Die Aktie stürzte am Freitag vorbörslich um bis zu 20 Prozent ab.

Zusätzlich auf die Stimmung drückte ein Verlust von unterm Strich 84 Millionen Dollar (64 Millionen Euro). Auch hier hatten die Börsianer mit besseren Zahlen gerechnet. Das Unternehmen hatte dank eines harten Sparkurses zwischenzeitlich die Verlustzone verlassen, in die es nun wieder stürzte. „Wir stehen immer noch am Anfang dieser Produkteinführung“, erklärte Firmenchef Heins am Sitz in Waterloo.


Heins hatte im Januar die ersten Modelle mit dem Betriebssystem Blackberry 10 vorgestellt: das Z10 mit einem großen berührungsempfindlichen Bildschirm sowie das Q10 mit der klassischen Blackberry-Tastatur. Im Mai kam das günstigere Q5 hinzu, das vor allem für Schwellenländer gedacht ist. Jedoch dauerte es länger als von Analysten erwartet, bis die Smartphones tatsächlich im Laden verfügbar waren. Im Vorjahreszeitraum hatte Blackberry von seinen damaligen Telefon-Modellen noch 7,8 Millionen abgesetzt.

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