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Softbank Mega-Börsengang der Mobilfunktochter geplant

Der japanische Technologiekonzern Softbank will laut Medienberichten seine Mobilfunktochter an die Börse bringen. Quelle: dpa

In der japanischen Technologiebranche steht möglicherweise ein milliardenschwerer Börsengang bevor. Der Softbank-Konzern wolle 30 Prozent seiner Mobilfunktochter an die Börse bringen, heißt es in einem Bericht.

Der japanische Technologiekonzern Softbank will nach Medienberichten seine Mobilfunktochter an die Börse bringen und damit rund zwei Billionen Yen (15 Milliarden Euro) hereinholen. Das wäre einer der größten Börsengänge in Japans Unternehmensgeschichte, berichtete die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“ am Montag. Demnach plant Softbank die Notierung seiner Telekomtochter Softbank Corp für den Herbst.

Ein Antrag an der ersten Sektion der Tokioter Börse solle voraussichtlich im Frühjahr erfolgen. Auch anderen Berichten zufolge könnte Softbank eine zeitgleiche Notierung auch in Übersee anstreben, möglicherweise an der Börse in London.

Die SoftBank Gruppe beabsichtige, rund 30 Prozent der Aktien an der Telekomtochter an Investoren zu verkaufen, den Rest wolle Softbank behalten.

Wo Softbank überall beteiligt ist
ach dem chinesischen Fahrdienst Didi ist Uber mit einer Bewertung von 68 Milliarden Dollar das wertvollste Start-up der Welt. Anfang Januar 2018 wurde bekannt, dass Mitgründer und Ex-Chef des Fahrdienstvermittlers, Travis Kalanick, einem Insider zufolge fast ein Drittel seines Anteils an dem Unternehmen verkaufen will. Der Preis soll bei etwa 1,4 Milliarden Dollar liegen. Käufer sei ein Konsortium um den japanischen Telekomkonzern Softbank. Das übernehme damit insgesamt einen Anteil von 17,5 Prozent. Kalanick habe zunächst sogar angeboten, die Hälfte seines Anteils von insgesamt zehn Prozent abzugeben. Softbank habe dies aber abgelehnt, hieß es weiter. Quelle: AP
Als Telekommunikationsunternehmen gestartet, versteht sich Softbank heute als Technologiekonzern. Die Japaner stellen unter anderem den Roboter Pepper her. Vorstandschef Masayoshi Son will mit Softbank eine Informationsrevolution starten - und agiert mittlerweile als Risikoinvestor indem er sich die Expertise über andere Unternehmen und Start-ups einkauft. Der Softbank-Konzern selbst hält insgesamt 19 Beteiligungen. Hinzu kommen 243 Investments über Töchter und Beteiligungsgesellschaften. Mit dem Softbank Vision Fonds haben die Japaner in diesem Jahr den weltweit größten Private Equity-Fonds aufgelegt, der in junge Wachstumsunternehmen investiert. 100 Milliarden Dollar ist er schwer - neben dem Staatsfonds Saudi Arabiens schießt auch Tech-Gigant Apple Gelder zum Fonds bei. Quelle: REUTERS
AlibabaSoftbank-Beteiligung: 140 Milliarden Dollar Softbank kaufte sich früh bei Chinas führendem Onlinehändler Alibaba ein (Im Bild: eine Mitarbeiterin in einem Logistikzentrum von Alibabas Onlineshop Tmall). Mittlerweile ist der Anteil von 29 Prozent an Alibaba rund 140 Milliarden Dollar wert. Das ist mehr, als Softbanks eigene Aktien an die Börse bringen - nur rund 97 Milliarden. Warum Softbank mit einen solchen Abschlag bewertet wird? Der Konzern hat 125 Milliarden Schulden. (Quelle für Beteiligungen: Bloomberg) Quelle: REUTERS
ARM Softbank-Beteiligung: 32 Milliarden Dollar Nach Bloomberg-Angaben sitzen in 85 Prozent der Smartphones weltweit Chips vom britischen Hersteller ARM. Softbank hatte das Unternehmen 2016 übernommen. Mittlerweile hält der Konzern selbst nur noch drei Viertel der Anteile, die restlichen 25 Prozent verkaufte er an seinen neuen Softbank Vision Fund. Quelle: AP
SprintSoftbank-Beteiligung: 20 Milliarden Dollar 2012 übernahm Softbank die Mehrheit der Anteile am US-Mobilfunkkonzern Sprint. Jetzt scheint Masayoshi Son nicht recht zu wissen, wie es mit seiner Tochter weitergehen soll. Eine geplante Fusion mit T-Mobile in den USA wurde abgesagt. Statt einer Erfolgsstory könnte Sons Beteiligung an Sprint jetzt zur Belastung für Softbank werden. Quelle: dpa
Yahoo! JapanSoftbank-Beteiligung: 11,2 Milliarden Dollar Nachdem Yahoo! zerschlagen und das Webgeschäft an den US-Konzern Verizon verkauft wurde, verwaltet der frühere Yahoo!-Konzern jetzt unter dem Namen Altaba nur noch Beteiligungen an Alibaba und Yahoo! Japan. Trotz Namensgleichheit ist Yahoo! Japan kaum vergleichbar mit dem einstigen US-Konzern: Es dominiert das Webgeschäft in Japan und gilt dort als eine der erfolgreichsten Plattformen. Softbank hält insgesamt rund 42 Prozent der Anteile an Yahoo! Japan. Quelle: dpa
Saudi ElectricitySoftbank-Beteiligung: 10 Milliarden Dollar Statt Gas und Öl sollen künftig Erneuerbare Energien den Strom von Saudi Electricity liefern. Saudi Arabien gehört zu den größten Investoren des neuen Vision Fonds von Softbank. Über den sicherten die Japaner gleich eine Beteiligung von zehn Milliarden Dollar an Saudi Electricity zu. Quelle: REUTERS

Softbank erklärte ein Börsengang des Mobilfunkbereichs sei eine Option. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. An der Börse in Tokio kam die Nachricht gut an. Softbank-Papiere gewannen vier Prozent an Wert. Softbank ist auch Großaktionär beim US-Mobilfunkanbieter Sprint, dessen Pläne für eine Fusion mit der Telekom-Tochter T-Mobile US Ende letzten Jahres scheiterten.

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