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Softbank Mega-Börsengang der Mobilfunktochter geplant

Der japanische Technologiekonzern Softbank will laut Medienberichten seine Mobilfunktochter an die Börse bringen. Quelle: dpa

In der japanischen Technologiebranche steht möglicherweise ein milliardenschwerer Börsengang bevor. Der Softbank-Konzern wolle 30 Prozent seiner Mobilfunktochter an die Börse bringen, heißt es in einem Bericht.

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Der japanische Technologiekonzern Softbank will nach Medienberichten seine Mobilfunktochter an die Börse bringen und damit rund zwei Billionen Yen (15 Milliarden Euro) hereinholen. Das wäre einer der größten Börsengänge in Japans Unternehmensgeschichte, berichtete die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“ am Montag. Demnach plant Softbank die Notierung seiner Telekomtochter Softbank Corp für den Herbst.

Ein Antrag an der ersten Sektion der Tokioter Börse solle voraussichtlich im Frühjahr erfolgen. Auch anderen Berichten zufolge könnte Softbank eine zeitgleiche Notierung auch in Übersee anstreben, möglicherweise an der Börse in London.

Die SoftBank Gruppe beabsichtige, rund 30 Prozent der Aktien an der Telekomtochter an Investoren zu verkaufen, den Rest wolle Softbank behalten.

Die größten Beteiligungen des japanischen Tech-Konzerns
WirecardBesiegelt: Der japanische Konzern Softbank steigt bei Wirecard ein. Softbank erhält Wandelschuldverschreibungen über 900 Millionen Euro, die in gut 6,92 Millionen Aktien von Wirecard gewandelt werden können. Das entspricht rund 5,6 Prozent des derzeitigen Wirecard-Grundkapitals. Die Laufzeit der Wandelanleihe beträgt fünf Jahre. Der Hintergrund: Als Telekommunikationsunternehmen gestartet, versteht sich Softbank heute als Technologiekonzern. Vorstandschef Masayoshi Son will mit Softbank eine Informationsrevolution starten - und agiert mittlerweile als Risikoinvestor indem er sich die Expertise über andere Unternehmen und Start-ups einkauft. Mit dem Softbank Vision Fonds haben die Japaner in diesem Jahr den weltweit größten Private Equity-Fonds aufgelegt, der in junge Wachstumsunternehmen investiert. 100 Milliarden Dollar ist er schwer - neben dem Staatsfonds Saudi Arabiens schießt auch Tech-Gigant Apple Gelder zum Fonds bei. Nun wächst das Reich des Tech-Beteiligungsriesen weiter. Ein Überblick. Quelle: dpa
WeWorkWeWork vermietet Arbeitsplätze in hippen Büros an Selbstständige und Gründer. Statt Einzelgängern wird aus ihnen in den Büros wieder eine Gemeinschaft. Über den Vision Fund investierte Softbank schon 2017 mehr als vier Milliarden Dollar in das Konzept des US-Start-ups. Zuletzt dürfte die Beteiligung aber wenig Freude bereitet haben. Bei WeWork läuft es gerade offenbar nicht rund, der für September 2019 geplante Börsengang wurde verschoben. Aktueller Softbank-Anteil und Marktwert unbekannt(Quelle für Beteiligungen: Bloomberg) Quelle: REUTERS
SlackMehr als 250 Millionen Dollar investierte Softbank im Jahr 2017 in den Büro-Nachrichtendienst Slack. Damals wurde das Unternehmen nach Informationen des Finanznachrichtendienstes CNBC mit gut 5 Milliarden Dollar bewertet. Im Sommer ging es an die Börse – und ist nun 14,3 Milliarden wert. Softbank hält laut Börsenprospekt gut sieben Prozent der Anteile an Slack. Softbank ist für für 250 Millionen Dollar beteiligt. Quelle: REUTERS
UberDer Fahrdienstvermittler Uber sorgt weltweit für Schlagzeilen - und hat damit auch das Interesse von Softbank geweckt. Softbank-Anteil bei Uber: 13 Prozentaktueller Marktwert: 7,65 Mrd. Dollar Quelle: AP
Auto1460 Millionen Euro ließ sich Softbank 2018 den Einstieg beim deutschen Einhorn Auto1 Group kosten. Das Berliner Start-up wird nach Daten von CB Insights mit rund 3,5 Milliarden Dollar bewertet – und gehört zu den wertvollsten Start-ups Europas. Die Plattform wirkaufendeinauto.de, sowie der Geschäftskunden-Marktplatz für Gebrauchtwagen Auto1 und das Online-Kaufhaus Autohero gehören zu den Marken des Unternehmens. Softbank ist mit 460 Millionen Euro beteiligt. Quelle: dpa
PaytmDer indische Zahldienstleister Paytm hat bislang mehr als zwei Milliarden Dollar eingesammelt. Zu den Investoren gehören Berkshire Hathaway von Investorenlegende Warren Buffett, Chinas E-Commerce-Gigant Alibaba – und Softbank. Mit gut 1,8 Milliarden Dollar schoss Softbank den größten Teil des Geldes bei. Noch macht Paytm mit seinem Geschäft Verluste. Ein Börsengang könnte innerhalb der nächsten zwei Jahre anstehen. Softbank ist für 445 Millionen Dollar beteiligt. Quelle: dpa
NexwayKundenabos verwalten und abrechnen, Daten der Onlinshopper auswerten – diese Dienste bietet der deutsche Software-Spezialist Nexway seinen Kunden an. Er ist eines von nur zwei deutschen Unternehmen, an denen sich Softbank beteiligt hat – und gehört zu den kleineren Investitionen: Die knapp fünf Prozent an Nexway sind aktuell 650000 Euro wert. Softbank hält 4,7 Prozent im Wert von 650000 Euro. Quelle: dpa

Softbank erklärte ein Börsengang des Mobilfunkbereichs sei eine Option. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. An der Börse in Tokio kam die Nachricht gut an. Softbank-Papiere gewannen vier Prozent an Wert. Softbank ist auch Großaktionär beim US-Mobilfunkanbieter Sprint, dessen Pläne für eine Fusion mit der Telekom-Tochter T-Mobile US Ende letzten Jahres scheiterten.

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