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Sprachassistent und faltbares Display So will Samsung Apple und Co. angreifen

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Der Star auf der Konferenz ist das erste faltbare Display

Doch dafür setzt Samsung seit langem die Hardware-Trends bei Smartphones. Die größeren und nahezu randlosen Displays, die Amoled-Technologie mit ihren brillant erscheinenden Farben, all das kupfert nun regelmäßig Apple ab. Natürlich, so das Marketing, stets besser und großartiger.

Demnächst und wahrscheinlich für die nächsten Jahre gibt es was Neues zum Kopieren: Das erste faltbare Display. Es ist die große Überraschung und der eigentliche Star auf der Samsung Entwicklerkonferenz.

Stolz zieht US-Marketingchef Justin Denison auf der Bühne den Prototypen aus der Tasche. Es hat auf der Frontseite ein Display wie normale Smartphones. Beim Aufklappen faltet sich ein 7.3 inch Display zu einem doppelt so großen Bildschirm auf, ohne erkennbare Bruchstelle. Das Smartphone mit den drei Bildschirmen wirkt klobig. So wie Ende der Neunziger Jahre der Nokia Communicator, der die Taschen ausbeulte. Doch der Samsung Prototyp ist wie die Erlkönige bei den Autoherstellern maskiert. Aus der Hand gibt Denison das Gerät erst recht nicht. Dafür verspricht er, dass das faltbare Display nur der Start sein soll. Ergänzt werden soll es durch roll- und dehnbare Varianten. Schon im nächsten Jahr, so Denison, will Samsung ein erstes Produkt mit einem faltbaren Display auf den Markt bringen. Die Zeit drängt. Der chinesische Telekommunikationskonzern Huawei hat fürs Frühjahr ebenfalls ein Smartphone mit faltbarem Display angekündigt. Das von Stanford Wissenschaftlern gegründete amerikanisch-chinesische Start-up Royole sogar schon in den nächsten Wochen.

Noch sind viele Fragen offen, vor allem was Gewicht, Stromverbrauch und Nützlichkeit betrifft. Die Entwickler sind jedenfalls interessiert. Ein von Samsung und Google Ingenieuren gehaltener Workshop über Apps für faltbare Displays ist so gefragt, dass der Raum wegen Überfüllung geschlossen werden muss.
Kann Samsung dank der Stärke bei Hardware die Schwächen bei seiner Software ausmerzen und künftig auch bei künstlicher Intelligenz die Trends setzen? Das müssen Kittlaus und seine Mitstreiter erst noch beweisen. Aber Samsung, so viel ist klar, ist es ernst damit. Die Ambitionen sind jedenfalls groß. „Ich möchte, dass Bixby für jedes Gerät verfügbar ist”, sagt Samsung Mobile Forschungschef Chung. Auch für Kooperationen mit Wettbewerbern wie sie beispielsweise Amazon mit Microsoft pflegt, bei der die Digitalassistenten Alexa und Cortana miteinander kommunizieren können, ist er offen. Letztendlich ist jedoch die Unterstützung der Kunden am wichtigsten.

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    Die Idee ist, es über Googles App Store für jeden Interessenten zugänglich zu machen. Gilt das auch für das iPhone? „Selbstverständlich”, grinst Chung. Am liebsten wäre ihm jedoch, wenn der iPhone Nutzer gleich auf Samsungs Smartphone umsteigt. Es soll ein Scherz ein.

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