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Steve Ballmer Der Abschied des Microsoft-Chefverkäufers

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Blaupause für ein neues Microsoft

Was sich Apple und Co. für neue Mitarbeiter einfallen lassen
Wandern mit Mark ZuckerbergWenn Facebook-Gründer Mark Zuckerberg jemanden einstellen will, dann geht er mit der Person in den Wald. Dabei erzählt er dem potenziellen neuen Mitarbeiter von seiner Unternehmensvision, macht deutlich, dass Geld keine Rolle spielt und dass er oder sie sofort anfangen kann. Quelle: dpa
Marissa Mayer liest jeden LebenslaufYahoo-Chefin Marissa Meyer kennt all ihre Mitarbeiter – besser gesagt ihren Lebenslauf. Der Lebenslauf jedes neu eingestellten Mitarbeiters wandert über ihren Schreibtisch. Quelle: REUTERS
Bunte Mützen für neue Google-MitarbeiterNeue Google-Mitarbeiter, also „New Googler“ heißen im Unternehmensjargon „Noogler“. An ihrem ersten Freitag im Unternehmen tragen die neuen traditionell eine bunte Mütze mit der Aufschrift Noogler. Quelle: AP
Ein Besuch bei GandhiDer Mitbegründer von Twitter und  Chef des Smartphone-Bezahldienstes Square, Jack Dorey, besucht mit neuen Mitarbeitern gerne eine Gandhi-Statue mit Blick auf die Golden-Gate-Bridge in San Francisco. Quelle: Screenshot
Ein Tisch aus einer alten Tür bei AmazonFrüher mussten neue Amazon-Mitarbeiter einen Tisch aus einer alten Tür zusammen bauen – wobei die Tür selbst als Tischplatte dient. Mittlerweile bekommen sie den Tisch gleich fertig montiert geschenkt. Quelle: dpa
Eine Geschenktüte von LinkedInNeue Mitarbeiter beim Jobportal LinkedIn bekommen eine Geschenktüte mit einer Wasserflasche, dem Buch „The Startup of You“ von Firmengründer Reid Hoffman und weiteren Geschenken je nach den Interessen des neuen Mitarbeiters. Quelle: AP
Ein iMac für Apple-NeulingeWer neu bei Apple anfängt, bekommt ein iMac geschenkt. Das müssen die Neulinge jedoch selbst installieren, um sich mit dem Apple-Produkt auseinander zu setzen. Quelle: AP

Doch die Strategie löst nicht das Problem, dass Software- und Hardwarehersteller sich weiterhin bei Problemen gegenseitig den schwarzen Peter zuschieben können. Zum anderen lässt sich mit Hardware allein kaum noch Geld verdienen. Microsofts Partner müssen deshalb zwangsläufig selber stärker in Internet-Dienste einsteigen. Das birgt Konfliktpotential.

Der Rückzug von Ballmer ist nicht ungewöhnlich. Der Abschied auf Raten schon. Genau aus dem Grund, weil er Ballmers Handlungsfreiheit ausgerechnet in dem Moment einengt, wo der Siegeszug von Smartphones und Tablets die gesamte Computerbranche auf den Kopf stellt und neu definiert.

Es könnte sein, dass Ballmer krank ist und deshalb die Nachfolgefrage forciert hat. Aber diesen Grund hätte Microsoft als börsennotiertes Unternehmen nennen müssen. Vor allem nach all den Diskussionen, ob Apple die Krebserkrankung von Steve Jobs früher hätte offenlegen müssen.

Wahrscheinlicher ist deshalb, dass Ballmer die Ablösung vorangetrieben hat, um bei seiner Nachfolge noch ein Wörtchen mitreden zu können und den Boden für seinen Erben noch etwas zu bestellen.

In Arbeit
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Als aussichtsreichster Nachfolger gilt Microsoft-Vorgänger Bill Gates. Dem Konzern würde dann wieder ein Visionär vorstehen, der seine Mitarbeiterbegeistern und motivieren kann. Google taugt als Vorbild, wo Gründer Larry Page wieder auf den Chefposten zurückkehrte. Oder auch Apple, wo Steve Jobs ein am Boden liegendes Unternehmen auch mit seiner Autorität wieder belebte.

Die Frage ist, ob Gates das will. Ihm gefällt seine Aufgabe als Wohltäter der Menschheit. Und wenn er annimmt, dann wahrscheinlich nur für eine Übergangszeit. Vor allem bräuchte er einen starken Partner, der für ihn das Tagesgeschäft führt und ihm den Rücken frei hält.

Die interessanteste Spekulation ist, dass Microsoft den derzeitigen Nokia-Chef Stephen Elop loseist. Ein Abheuern käme wegen der Allianz beider Unternehmen nicht in Frage. Aber sehr wohl der Kauf von Nokia, der in den vergangenen Monaten auch schon verhandelt wurde. Ballmer könnte den Erwerb nun mit Gates vorantreiben. Gates übernimmt den Vorsitz gemeinsam mit Elop und übergibt dem gebürtigen Kanadier in ein paar Jahren vollständig die Stafette. Vielleicht kommt damit ja endlich der Glanz wieder zurück.

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