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Studie zeigt Huawei schlägt Apple und verkauft erstmals mehr Smartphones

Huawei verkauft erstmals mehr Smartphones als Apple Quelle: imago images

Huawei vor Apple: Einer Studie zufolge belegen Marktdaten erstmals, dass der chinesische Smartphone-Hersteller mit fast 50 Millionen verkauften Geräten im zweiten Quartal deutlich vor dem US-Riesen liegt.

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Der chinesische Smartphone-Hersteller Huawei hat Marktdaten zufolge im zweiten Quartal erstmals Apple vom zweiten Platz in der Branche verdrängt. Huawei hat seinen Marktanteil mit fast 50 Millionen verkauften Geräten deutlich auf 13,3 Prozent ausgebaut, wie aus einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstituts Gartner hervorgeht. „Huawei setzt auch weiterhin auf Smartphones mit innovativen Features. Diese helfen, das Portfolio zu erweitern und mehr Endverbraucher anzusprechen“, begründet Anshul Gupta, Research Director bei Gartner die Entwicklung. Huawei investiere zudem viel in den Vertrieb, die Markenentwicklung und eine gute Positionierung der Honor-Geräte, um den Absatz zu steigern. „Das Unternehmen verkauft die Honor-Smartphones in 70 Märkten weltweit. Diese entwickeln sich zu einem Haupt-Wachstumstreiber von Huawei“, so Gupta.

Apple kam laut der Gartner-Auswertung auf 11,9 Prozent nach 12,1 Prozent im Vorjahreszeitraum. Die Nachfrage nach dem Luxus-iPhone X sei eher abgeflacht als bei Vorgängermodellen, sagt Gupta. Während sich Apple auf den Premiummarkt konzentriere, sprächen die Chinesen mit ihrem umfangreichen Portfolio breitere Kundengruppen an. Huawei verschiffe seine Honor-Smartphones inzwischen in 70 Märkte.

Apple will laut einem Medienbericht für alle Preisklassen seiner nächsten iPhone-Generation das Design des aktuellen Top-Modells X übernehmen. Der Konzern wolle in das Weihnachtsgeschäft mit Telefonen in drei unterschiedlichen Bildschirmgrößen gehen, schrieb der Finanzdienst Bloomberg am Montag unter Berufung auf informierte Personen. Apple war es mit dem iPhone X trotz anfänglicher Zweifel von Branchenbeobachtern gelungen, die noch einmal deutlich höhere Preismarke von 1000 Dollar bzw. Euro zu etablieren. Das iPhone X blieb dem Konzern zufolge bis ins vergangene Quartal hinein das bestverkaufte Modell. Inzwischen brachten diverse Rivalen von Samsung bis Huawei ähnliche Geräte in dieser Preisklasse heraus.

Samsung steht weiterhin an der Spitze des Marktes, verlor von April bis Juni mit 72,3 Millionen veräußerten Smartphones allerdings deutlich. Auch wenn der Smartphone-Hersteller aus Südkorea im Vergleich zum Vorjahresquartal rund drei Prozentpunkte einbüßte – die Folge einer abflauenden weltweiten Smartphone-Nachfrage und der ständig wachsenden Konkurrenz durch chinesische Hersteller, so die Erklärung der Gartner-Experten. „Vor allem die nachlassende Nachfrage nach seinen Flaggschiff-Smartphones hat Samsung eine geringere Rentabilität beschert“, sagt Gupta. Nun sei es am neuen Samsung Note 9 das Wachstum des Smartphone-Riesen wiederzubeleben.

Zuletzt gewannen neben Huawei vor allem auch Xiaomi und Oppo neue Kunden, die Apple und vor allem Samsung fehlen. Mit 32 Millionen verkauften Computer-Telefonen ist Xiaomi mittlerweile die weltweite Nummer vier im Markt. Die Erlöse der Chinesen im Smartphone-Geschäft wuchsen im Jahresvergleich um 59 Prozent auf 30,5 Milliarden Yuan (3,84 Milliarden Euro). Xiaomi profitierte vor allem von der gestiegenen Nachfrage nach seinen günstigen Smartphones außerhalb des Heimatmarktes wie beispielsweise in Indien. Dort verdrängte das Unternehmen Samsung Electronics als Marktführer. Inzwischen sind die unter den Namen Mi und Redmi bekannten Handys von Xiaomi in gut 30 Ländern – darunter als einziges europäisches Land Spanien – erhältlich.

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