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SXSW Elon Musk fürchtet sich vor Künstlicher Intelligenz

Auf der Digitalmesse SXSW warnt der Gründer von Space X und Tesla-Chef vor intelligenten Computerprogrammen: Sie seien gefährlicher als Atomwaffen.

Der gebürtige Südafrikaner warnt bereits seit Jahren vor den Gefahren Künstlicher Intelligenz. Quelle: dpa

AustinBraune Fliegerjacke, schwarze Jeans, Elon Musk trat auf der derzeit laufenden Technikmesse South by Southwest (SXSW) in Austin cool wie immer auf. Allerdings verbringt der Kalifornier schlaflose Nächte, wie er sagte. Der Grund: „Künstliche Intelligenz“. Sie seien „gefährlicher als Atomwaffen”.

Eine erstaunliche Feststellung, arbeitet Musk bei seinen Unternehmen Space X und Tesla doch an selbstlernenden Programmen. Laut Musk sind beispielsweise selbstfahrende Autos „Ende nächsten Jahres mindestens 100 bis 200 Prozent sicherer als menschliche Fahrer“.

Was Musk so pessimistisch stimmt, ist die „außerordentliche“ Geschwindigkeit, mit der sich KI verbessert und zu selbständigem Handeln verleiten könnte. Googles AlphaGo könne mühelos Meister des chinesischen Brettspiels schlagen. Das Programm Alpha Zero habe in wenigen Stunden Schach spielen gelernt und dann nicht nur Großmeister, sondern auch andere superstarke Schachcomputer vom Brett gefegt.

Der gebürtige Südafrikaner warnt bereits seit Jahren vor KI, las Bücher wie „Superintelligence“ von dem schwedischen Philosophen Nick Bostrom, der in Oxford lehrt und eindringlich die negativen Möglichkeiten einer Superintelligenz beschreibt. So könne es für eine KI logisch sein, einen Dritten Weltkrieg auszulösen.

„Es ist wahnsinnig, dass wir Atomwaffen regulieren, nicht aber KI“, sagte Musk. Er selbst sei kein Fan von Regulation und Aufsicht. „Aber die Superintelligenz ist eine sehr ernste Bedrohung für die Öffentlichkeit.” Es sei extrem wichtig, dass die Technologie sicher entwickelt werde. „Das ist die wichtigste Sache, die man gerade machen kann.”

Es gelte, einen Weg zu finden, die negativen Folgen der Superintelligenz abzufedern. Das sei aber nicht einfach zu programmieren. Beispielsweise könne der Befehl „Maximierung des Glücks für Menschen“ von Maschinen so verstanden werden, uns alle einzusperren und Glückshormone zu spritzen. Künstliche Intelligenz müsse unbedingt daher auch die Freiheit der Menschen maximieren.

Wissenschaftler und Experten, die sich weniger vor Künstlicher Intelligenz fürchten, seien „weniger schlau als sie denken”, sagte Musk. „Sie mögen die Idee nicht, dass eine Maschine schlauer ist als sie“. Ihre Entwarnung sei „nur gefährliches Wunschdenken.”

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