T-Mobile USA reißt Konzern runter Telekom macht Milliardenverlust

Die Deutsche Telekom krankt an ihrer Krisentochter T-Mobile USA. Wegen milliardenschwerer Abschreibungen fuhr die Telekom 2012 einen riesigen Verlust von mehr als 5 Milliarden Euro ein.

René Obermann Quelle: dapd

Wegen milliardenschwerer Abschreibungen auf ihre Krisentochter T-Mobile USA fährt die Deutsche Telekom 2012 einen gigantischen Verlust ein. Für das abgelaufene Jahr stehe unter dem Strich ein Fehlbetrag von 5,3 Milliarden Euro, teilte der Konzern am Donnerstag mit.

Vor einem Jahr erzielte die Telekom noch einen Überschuss von 557 Millionen Euro. Das Riesen-Minus resultiert aus einer Wertminderung auf T-Mobile USA von 7,4 Milliarden Euro, die bereits im Oktober bekannt gegeben wurde.

Der Vorstand des 230.000 Mitarbeiter starken Konzerns will trotz des Milliardenverlusts für 2012 wie geplant eine Dividende ausschütten von 70 Cent je Titel. Für dieses Jahr und 2014 wird die Ausschüttung wie bekannt auf 50 Cent je Aktie gekappt.

Die Schwachstellen der Telekom

Zu ihrer im Dezember gegebenen Geschäftsprognose steht die Telekom: Bei einem Free Cash Flow von fünf Milliarden Euro soll das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) 17,4 Milliarden Euro erreichen.

Ende vergangenen Jahres hatte Telekom-Chef René Obermann überraschend seinen Ausstieg angekündigt. Der Topmanager, der seit November 2006 an der Spitze des Bonner Unternehmens steht und in wenigen Tagen (5. März) seinen 50. Geburtstag feiert, wird am Jahresende seinen Posten für Finanzvorstand Timotheus Höttges räumen.

Genaue Angaben über seine berufliche Zukunft hat Obermann bisher nicht gemacht, aber er möchte nach eigenen Angaben wieder mehr im operativen Geschäft arbeiten und näher am Kunden sein - allerdings nicht bei der Deutschen Telekom.

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