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Telekommunikationsunternehmen Deutsche Telekom steigert Gewinn kräftig – Bilanz in der Blitzanalyse

Deutsche Telekom: Gewinn kräftig gesteigert, alte Sorgenkinder Quelle: dpa

DüsseldorfDie Deutsche Telekom hat die Jahresbilanz für 2017 veröffentlicht. Die wichtigsten Fakten.

  • Das bereinigte Ergebnis (Ebitda) stieg im vergangenen Jahr um 4,9 Prozent auf 22,45 Milliarden Euro.
  • Der Konzern erwirtschaftete 74,9 Milliarden Euro Umsatz, 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr.
  • Die Dividende soll auf um fünf Cent auf 65 Cent steigen.
  • Der bereinigte Konzernüberschuss stieg um 46,8 Prozent auf sechs Milliarden Euro, unbereinigt um 29,4 Prozent auf 3,5 Milliarden.

Einen Tag, nachdem der Finanzchef der Telekom, Thomas Dannenfeldt, sein Rücktritt zum Jahresende verkündete, legt er eine Bilanz vor, die die Aktionäre zufrieden stellen dürfte. Die wichtigsten Fakten.

Das fällt positiv auf

Dividende: Obwohl die Telekom im vergangenen Jahr 12,1 Milliarden Euro weltweit investiert hat – Rekordinvestitionen, wie sie betont – hat sie noch ausreichend Mittel zur Verfügung, um die Dividende auf 65 Cent zu erhöhen. Konzernchef Timotheus Höttges ist es wichtig, den Anlegern Verlässlichkeit zu bieten – und die Telekom versprach beim Kapitalmarkttag 2015, die Höhe der Dividende werde der Entwicklung des Free Cashflows folgen. Dieser Wert ist 2017 um 11,3 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro gestiegen.

Das fällt negativ auf

USA: Wieder einmal trägt die Telekom-Tochter T-Mobile US überdurchschnittlich viel für den Gesamterfolg der Telekom bei. Zwar sind auch in Deutschland und im Europageschäft die Umsätze leicht gestiegen und in der Bundesrepublik auch das Ergebnis. Doch während das US-Geschäft um 5,9 Prozent beim Umsatz wuchs und das bereinigte Ebitda um 8,8 Prozent, waren es in Deutschland 0,7 Prozent, beziehungsweise 2,8 Prozent.

T-Systems: Wie erwartet drückt die Großkundentochter die Bilanz. Der Auftragseingang war mit 23,5 Prozent im Jahr 2017 stark rückläufig, der Umsatz fiel um 1,1 Prozent, das bereinigte Ebitda um vier Prozent auf 509 Millionen Euro. Letzteren Wert begründet die Telekom auch mit Anlaufkosten für Digitalisierungsthemen wie das Internet der Dinge. Schon im dritten Quartal hatte die Telekom 1,2 Milliarden Euro auf T-Systems wegen ausbleibender Aufträge abgeschrieben.

Worauf Sie jetzt achten sollten

Aktie: Zuletzt hatte das Telekom-Papier deutlich an Wert verloren, innerhalb eines Jahres mehr als 18 Prozent. Der Wert bewegte sich um die 13,50 Euro. Viele Analysten halten diesen Preis für zu niedrig und empfehlen die Aktie zum Kauf. Die nun vorgelegte Jahresbilanz gibt ihnen Recht und könnte dem Papier einen positiven Schub geben.

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