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Trends 2013 Wie Unternehmen ihre IT verändern wollen

In vielen Unternehmen sind die Zeiten langjähriger Planung vorbei. Um trotzdem nicht ins Trudeln zu geraten, müssen Manager ihre IT-Abteilungen wirtschaftlicher und effizienter machen. Wie das funktionieren soll, zeigt eine Studie.

Wie viele Daten wir erzeugen
Riesiges Datenwachstum
iPads
Großstädte
Berge
Mauer
HD-Filme
Tomographie

Alles muss immer schneller gehen, auch für Unternehmen. Und sowohl häufige Updates als auch das stetig wachsende Heer der Freelancer, die für Firmen in allen Branchen tätig sind, zeigen, dass die Firmen reagieren. Die Zeiten langjähriger Planung sind bei vielen vorbei, es geht darum, möglichst schnell auf neue Trends und Nachfragen zu reagieren. Da diese immer neuen Ansprüche und die zunehmende Geschwindigkeit langfristige Strategien über den Haufen werfen können, müssen auch die IT-Abteilungen reagieren - sei es auf wirtschaftliche Bedingungen oder auf neue Anforderungen des Marktes.

Die wichtigsten IT-Trends

Um zu erfassen, welche Erwartungen Manager und CIOs an die hauseigene IT haben, hat der Management- und IT-Berater Capgemini die IT-Verantwortlichen von 168 Großunternehmen im deutschsprachigen Raum zum Status quo der Unternehmens-IT befragte. Die Ergebnisse der Studie "IT-Trends 2013" sind wenig überraschend, kurz zusammengefasst lässt sich sagen, dass die Effizienz gesteigert und die Kosten gesenkt werden sollen - wie überall also.

IT in Zukunft nur noch von extern

Überraschend ist dagegen, dass ein Großteil der Befragten der Meinung ist, dass in Zukunft die meisten IT-Dienstleistungen von Externen übernommen werden (47,2 Prozent) beziehungsweise es gar keine IT-Abteilung mehr geben wird (3,1 Prozent). Nur 16,6 Prozent glauben, dass sich die IT-Abteilungen in den nächsten zehn Jahren kaum verändern werden.

Die Zukunft der IT-Abteilung - zum Vergrößern bitte hier klicken. Quelle: Presse

Als wichtigste Technologien für die Zukunftssicherung ihrer Organisationen nannten die CIOs erneut Virtualisierung (sehr wichtig), Master Data und Data Quality Management (sehr wichtig) sowie die Integration von Standard- und Individualsoftware (wichtig). Neu auf der Liste der fünf Top-Themen sind unternehmensweite Sicherheitsrichtlinien. Enterprise Collaboration gewann in diesem Jahr so stark an Bedeutung, dass es einen Platz unter den fünf wichtigsten Themen nur knapp verpasste. "Die in vielen Unternehmen steigenden Nutzerzahlen bei Enterprise Collaboration - stark getrieben von den 'Social Natives' - zeigen, dass es einen großen Bedarf an diesen Plattformen gibt. Darauf haben die CIOs reagiert", erklärt Dr. Peter Lempp, Chief Operating Officer, Application Services bei Capgemini und einer der beiden Verantwortlichen der Studie. "Auch die erneut hohe Bewertung von Social Media-Integration passt in diese Entwicklung."

Enttäuschung bei Big Data

Wie Unternehmen ihre IT-Systeme schützen können
Das Nationale Cyber-Abwehrzentrum im Gebäude des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik Quelle: REUTERS
Eine Viren-Warnung auf einem Computer-Bildschirm Quelle: dpa
Ein Mann ist via WLAN mit seinem Laptop im Internet Quelle: dpa
Kabel an einem Server Quelle: dpa
Ein E-Mail-Postfach Quelle: AP
Eine Frau vor einem Computer Quelle: REUTERS
Eine Hand hält einen USB-Stick Quelle: dpa

Gemischte Reaktionen gab es im Bereich Big Data. Die Auswertung unstrukturierter Daten war für viele CIOs offenbar eine Enttäuschung. Da sie nicht die gewünschten Ergebnisse erzielten, messen sie dem Thema jetzt weniger Bedeutung bei und verdoppeln im Gegenzug ihre Anstrengungen beim Master Data und Data Quality Management.

Konkrete Big-Data-Beispiele

Im Mobile-Umfeld liegt der Fokus auf der Entwicklung von Apps und Sicherheitsaspekte - "Bring your own Device" werten IT-Verantwortliche inzwischen nicht mehr als zukunftsrelevantes Thema, so dass es zu den Absteigern des Jahres zählt. Zu den weiteren Punkten, die in den Augen der CIOs für die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen eher sekundär sind, gehören Corporate App Stores, Biometrische Zugriffsverfahren, Context-aware Computing sowie Near Field Communication.

Mehr Eigenleistung und Flexibilität sowie höhere Akzeptanz der IT im Vorstand

Entgegen der eigenen Prognosen vom Vorjahr haben viele IT-Verantwortliche die Eigenleistung der IT-Abteilung erneut leicht erhöht. Sie liegt inzwischen bei knapp 52 Prozent im Application Development inklusive Customizing (Vorjahr knapp 50 Prozent), 63 Prozent im Application Management (Vorjahr 60 Prozent) und im Infrastructure Management fast unverändert bei knapp 60 Prozent.

Das 2012 gesetzte Ziel, die Eigenleistung bis 2017 auf durchschnittlich 46 Prozent zu senken, scheint vielen CIOs allerdings nicht mehr so wichtig zu sein. Denn in den vergangenen Monaten hat die Quote derjenigen, die den Leistungsbeitrag ihrer IT-Abteilung bewusst steuern, um acht Prozentpunkte abgenommen und liegt jetzt nur noch bei knapp 53 Prozent.

In Arbeit
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"In diesem Bereich setzen IT-Verantwortliche die langfristige Strategie zugunsten von mehr Flexibilität aus", erklärt Dr. Uwe Dumslaff, Chief Technology Officer bei Capgemini in Deutschland und einer der beiden Verantwortlichen der Studie.

Mit der höheren Flexibilität erfüllen viele IT-Verantwortliche eine seit langem gestellte Anforderung der Fachseite. Zugleich steigt ihre Akzeptanz durch die Unternehmensführung: Inzwischen nehmen annähernd 37 Prozent der CIOs an jeder Sitzung des Management Boards teil (Vorjahr 35 Prozent) und 29 Prozent sind immerhin manchmal dabei (Vorjahr 25 Prozent).

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