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Übernahme Fortschritt bei Fusionsgesprächen von T-Mobile und Sprint

Schon zum dritten mal in vier Jahren nehmen T-Mobile und Sprint einen Anlauf in Richtung Fusion. Nächste Woche könnte der Deal endlich stehen.

Fortschritt bei Fusionsgesprächen von T-Mobile und Sprint Quelle: dpa

New York Die Fusionsverhandlungen zwischen der Telekom-Tochter T-Mobile US und dem kleineren Konkurrenten Sprint machen nach Informationen von Insidern Fortschritte. Bereits in der nächsten Woche könnten die beiden Mobilfunkanbieter eine Einigung erzielen, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Es gebe aber keine Gewissheit, dass eine Vereinbarung zustande komme. Vorsicht ist angebracht: T-Mobile US und Sprint nehmen bereits zum dritten Mal in vier Jahren Anlauf für einen Zusammenschluss. Damit entstünde ein Konzern mit 127 Millionen Kunden, der den beiden Platzhirschen Verizon und AT&T deutlicher stärker auf den Leib rücken würde. Erst im November war der jüngste Versuch an Unstimmigkeiten über die Machtverhältnisse in einem gemeinsamen Unternehmen gescheitert.

Die Hoffnung auf eine baldige Einigung gab den Aktien der Deutschen Telekom Rückenwind. Die Titel gewannen am Freitag in der Spitze 1,8 Prozent und gehörten damit zu den stärksten Dax-Werten. Die Aktien des Sprint-Großaktionärs Softbank legten um gut vier Prozent zu.

Analysten schätzen die Wahrscheinlichkeit höher ein, dass die Fusion diesmal über die Bühne geht. Den Insidern zufolge muss noch geklärt werden, wie der Deal finanziert wird und wo letztlich die Stimmrechtsmehrheit liegt. Es gehe um Wege, wie die Deutsche Telekom, die 63 Prozent an ihrer US-Tochter hält, das fusionierte Unternehmen konsolidieren könne, ohne einen Mehrheitsanteil zu besitzen, hieß es. Für die Bonner ist das wichtig, schließlich hat sich das US-Geschäft zu einem Umsatzgaranten entwickelt. Die Deutsche Telekom wollte zu den Informationen keine Stellungnahme abgeben. Sprint, T-Mobile US und Softbank waren zunächst nicht zu erreichen.

Ein Zusammenschluss würde T-Mobile/Sprint nicht nur Schub im Rennen mit Verizon und AT&T geben, sondern den Unternehmen auch eine bessere Position beim Aufbau der Netze für die Zukunftstechnologie 5G. Dafür werden hohe Investitionen fällig. Sprint besitze große Anteile des für das künftige 5G-Netz wichtigen 2,4 Gigahertz-Frequenzbands, sagte Gartner-Analyst Bill Menezes. Gemeinsam könnten die Firmen ihren 5G-Aufbau deutlich beschleunigen. Ein solches Netz wird benötigt, damit riesige Datenmengen in Echtzeit transportiert und somit Milliarden Geräte vernetzt werden können. Das ist beispielsweise in der Industrie 4.0 und dem autonomen Fahren nötig.

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