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Übernahmegespräche mit Telefonica BT will Comeback im Mobilfunk

Das Comeback soll her: British Telecom bestätigt Gespräche mit dem spanischen Mobilfunkkonzern über das britische o2. Außerdem führte BT auch Gespräche mit der Telekom-Orange-Tochter EE.

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Eine Telefonzelle nahe der British-Telecom-Zentrale: Das Unternehmen will zurück auf den Mobilfunkmarkt. Quelle: Reuters

London/Madrid British Telecom (BT) drängt zurück ins Mobilfunkgeschäft für Privatkunden und lotet dazu Reuters-Informationen zufolge auch den Kauf eines Deutsche-Telekom -Ablegers aus. Insgesamt hat BT nach eigener Auskunft zwei heimische Anbieter im Visier. Der Konzern bestätigte am Montag aber lediglich Übernahmegespräche mit der spanischen Telefonica über deren britisches o2-Geschäft, das einst zur British Telecom gehörte.

Der Name der zweiten Mobilfunkfirma wurde nicht offiziell genannt. Zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten, es handele sich um das Unternehmen EE, ein Joint Venture der Deutschen Telekom und des französischen Konzerns Orange.

Anfang des Jahres hatten die beiden Eigner einen Börsengang von EE auf Eis gelegt. Immer wieder wurde in der Vergangenheit über eine Börsennotierung oder einen Verkauf der gemeinsamen Tochter spekuliert. Diese wurde 2010 gegründet mit dem Ziel, Ressourcen zu bündeln und den neuen Mobilfunkstandard 4G sowie Glasfaser-Breitband anzubieten. EE ist nach Kundenzahlen der größte Mobilfunkanbieter in Großbritannien. Die Telekom und Orange wollten sich zu den Informationen nicht äußern.

BT und Telefonica erklärten, die Diskussionen über o2 in Großbritannien seien noch nicht sehr weit fortgeschritten. Die spanische Webseite "El Confidencial" berichtete, Telefonica könnte die Sparte an BT abtreten und dafür einen 20-prozentigen BT-Anteil bekommen. Ziel sei eine strategische Allianz zur Stärkung beider Unternehmen.

In der Vergangenheit hatte Telefonica hat zwar betont, o2 zähle zum Kerngeschäft, den Verkauf von Unternehmensteilen zur Schuldenreduktion hatten die Spanier aber nicht ausgeschlossen. O2 gehörte früher zum ehemaligen britischen Monopolisten BT, wurde 2001 ausgegliedert und vor acht Jahren für 18 Milliarden Pfund von Telefonica gekauft. In der Folge konzentrierte sich BT auf das Geschäft mit Firmenkunden. Mittlerweile schätzen Analysten den Wert von o2 auf weniger als zehn Milliarden Pfund ein.


Märkte in Bewegung

BTs Expansion ins Mobilfunkgeschäft könnte der Anstoß für eine Konsolidierung des britischen Telekommarktes sein, auf dem sich vier Netzbetreiber und vier große Breitbandanbieter tummeln. Reine Mobilfunkfirmen dürften es künftig dort schwerer haben, denn der Trend geht zu Paketangeboten von Festnetz- und Mobilfunkdiensten. Die BT-Aktie zog an der Londoner Börse bis zu 3,7 Prozent an.

Der europäische Telekommunikationsmarkt ist stark in Bewegung. So entstand durch die Anfang Oktober abgeschlossene Fusion von Telefonica Deutschland und der KPN -Tochter E-Plus ein Mobilfunkriese, der gemessen an der Kundenzahl an den Platzhirschen Telekom und Vodafone vorbeizog. Ferner erwägt die niederländische KPN einen Verkauf ihrer Beteiligung an Telefonica Deutschland. Der britische Rivale Vodafone signalisierte die Bereitschaft zur Veräußerung von Konzernanteilen außerhalb des Kerngeschäfts, unter anderem in Ungarn und Tschechien. Die Deutsche Telekom wiederum versucht seit längerem, ihre US-Mobilfunktochter zu verkaufen. Doch sprangen dem Bonner Konzern in drei Jahren bereits drei Kaufinteressenten ab.

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