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Valley Talk

Twitter spielt in anderer Liga als Facebook

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Geschickt gewachsen

Aus diesen Börsengängen ist nichts geworden
Die im Mai oder Juni erwartete Wiederaufnahme von Börsengängen in China dürfte sich einem Zeitungsbericht zufolge noch bis Juli verzögern. Die Behörden machten sich Sorgen über den Zustand der Wirtschaft und würden deshalb erst im dritten Quartal wieder IPOs zulassen, hieß es in dem amtlichen "China Securities Journal". Die Börsenaufsicht hatte die Genehmigung von Börsengängen im Oktober eingestellt, um das Angebot zu drosseln, den Aktienmarkt zu stabilisieren und die Qualität der IPOs zu verbessern. Viele Branchenkenner hatten erwartet, dass die Behörde im Mai oder Juni eine Wiederaufnahme ankündigen wird. Im vergangenen Jahr bot sich an den westlichen Märkten ein ganz ähnliches Bild - wenn auch nicht ausschließlich krisenbedingt. Quelle: dpa
Das Logo der Rheinmetall AG Quelle: dpa
Die Zentrale des Versicherungskonzerns Talanx Quelle: dpa/dpaweb
Luxury clocks and watches are displayed inside a Graff Diamonds store at Peninsula Hotel in Hong Kong Quelle: REUTERS
Spanish Formula One driver Fernando Alonso of Ferrari steers his car Quelle: dpa
workers fixing a huge advertising banner of German company Evonik Quelle: REUTERS
Energiesparlampen werden am 26.08.2009 bei Osram in Augsburg (Schwaben) in Verkaufsverpackungen abgepackt. Quelle: dpa

Mit dem Börsengang muss Twitter-Chef Dick Costolo zumindest wachsende Quartalsumsätze vorweisen. Und das wohl auch ausgewogener als bisher. Heute kommen 75 Prozent aller Einnahmen aus den USA. Zugleich aber stammen 77 Prozent der derzeit 232 Millionen aktiven Nutzer aus dem Ausland. Nach den USA ist Indonesien das Land mit den meisten Twitterern.

Und auch die Frage nach der Tragfähigkeit des Geschäftsmodells wird virulent: 85 Prozent der Umsätze macht Twitter mit Werbung. Das passt, denn die Plattform eignet sich hervorragend zum Vermarkten, Austauschen und Filtern von Nachrichten. Doch sie steht zunehmend im Wettbewerb um Nutzer. Schon fallen wegen Überangebots die Anzeigenpreise in sozialen Netzen.

Das wiegt umso mehr, als die Zeiten vorbei sind, in denen bei der Bewertung von sozialen Medienunternehmen weniger Umsatz und Profit zählten als Erfolge auf der Jagd nach Nutzern. Und die Konkurrenz wird härter, weil mit Messaging-Diensten wie WhatsApp Konkurrenten auftreten, die den Nachrichtenaustausch in geschlossenen Benutzergruppen erlauben. Das könnte Twitter langfristig Verkehr und Geschäft wegnehmen, wenn die Nutzer sich wieder auf Privatsphäre besinnen.

IT



Bislang hat Twitter-Chef Costolo das Wachstum gut gesteuert. Im ersten Halbjahr verdoppelte er die Umsätze gegenüber dem Vergleichszeitraum 2012. Ein Gutteil der Steigerung kam allerdings durch Akquisen zustande. Dieses Jahr hat Twitter schon acht Unternehmen für 600 Millionen Dollar zugekauft; vier davon im ersten Halbjahr. Der größte Zukauf – 350 Millionen Dollar für das mobile Werbenetzwerk MoPub – fiel in den September. Das wird auch den Twitter-Umsatz in der zweiten Jahreshälfte signifikant nach oben schrauben.

Umsatz durch Zukäufe zu steigern ist allerdings kein Kunststück. Und so hält sich im Silicon Valley hartnäckig das Gerücht, dass vielleicht sogar doch noch einer der großen Internet-Konzerne wie Google oder Yahoo zuschlägt und Twitter vor dem Gang aufs Parket noch selbst übernimmt.

Eines aber ist sicher: Die Weltmarke Twitter muss endlich stärker kommerzialisiert werden – unter wessen Ägide auch immer. Vielen Nutzern dürfte das nicht gefallen.

Mit Material von dpa

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