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Valley Talk

Tim Cook ist der Meister des Updates

Matthias Hohensee Quelle: Frank Beer für WirtschaftsWoche
Matthias Hohensee Korrespondent (Silicon Valley)

Der Apfel ist fad geworden. Es wird höchste Zeit, dass der Apple-Vorstandschef das ändert. Denn davon profitierte nicht nur Apple. Gelegenheit bietet die Entwicklerkonferenz, die am Montag startet.

Der Apple-Chef Tim Cook spricht während der Technologiekonferenz

Diese Woche gibt wieder einmal viel Anlass für Spekulationen rund um Apple. Wenn Vorstandschef Tim Cook und Marketingchef Phil Schiller am Montag die weltweite Entwicklerkonferenz in San Francisco eröffnen, erhoffen sich Fans, Entwickler und Anleger konkrete Hinweise, wohin die Reise des größten Unterhaltungselektronikherstellers der Welt geht.

Die Geschichte von Apple
24.02.1955Steve Jobs wird in San Francisco geboren und von seiner Mutter Joanne Simpson zur Adoption freigegeben. Paul und Clara Jobs adoptieren das Baby. Quelle: dpa
1972Steve Jobs entdeckt am liberalen Reed College in Portland seine Liebe zu Design. Quelle: reuters
1974Der 19jährige Jobs heuert bei der Computerfirma Atari an, um Geld für eine Reise nach Indien zu verdienen. Auf seiner späteren Reise wird er zum Buddhisten und Veganer. Quelle: dpa
1976Gemeinsam mit Steve Wozniak (rechts) und Ronald Wayne gründet Steve Jobs am 1. Apri 1976 Apple Computer. Erster Geldgeber ist der ehemalige Intel-Manager Mike Markkula. Wayne steigt nach ein paar Wochen aus, weil Jobs angeblich mit vollen Händen das Geld ausgibt. Quelle: dpa
1977Apple stellt auf einer Computermesse den Heimcomputer Apple II vor. Im ersten Jahr werden 2500 Stück verkauft, im Folgejahr schon 8000 und darauf über 30.000 Exemplare. Quelle: AP
1978 - 1980Im Jahre 1978 wird Steve Jobs Tochter Lisa Brennan Jobs geboren. Zwei Jahre später geht Apple mit einem Jahresumsatz von 118 Millionen US-Dollar an die Börse und macht den 25jährigen Jobs zum Multimillionär mit einem Vermögen von rund 200 Millionen US-Dollar. Quelle: AP
1982 - 19841982 holt Jobs den deutschen Designer Hartmut Esslinger und sein Team nach Kalifornien, um das Aussehen der Apple Computer neu zu definieren. Der Apple Macintosh von 1984 ist seitdem ein Stück Designgeschichte. Quelle: dpa

Cook hat "großartige Produkte" für den Herbst versprochen. Diese Woche hätte er die Chance, mehr zu verraten. Nicht nur, um die Aktie zu beleben, was kürzlich selbst mit der Bekanntgabe der historisch einmaligen Ausschüttung von 100 Milliarden Dollar fehlschlug. Besser wäre es, wenn Cook endlich wieder für Spannung bei den Produkten sorgt. Denn Apple ist unter dem Nachfolger von Steve Jobs langweilig geworden.

Der Vorwurf scheint paradox. Schließlich wird jede Regung aus Cupertino weltweit wahrgenommen und in allen denkbaren Varianten interpretiert. Zuletzt sorgte eine klobige Armbanduhr in einem Apple-Werbespot für Aufregung. Doch das Interesse speist sich primär aus der Erwartung, dass Cook endlich das "One More Thing" hervorzaubert, wie es sein Vorgänger so meisterlich verstand. Etwas, das die Herzen von Fans und Entwicklern gleichermaßen höher schlagen lässt. Das ist Cook in seiner zweijährigen Amtszeit bisher nicht gelungen. Er hat allenfalls den Puls mal etwas beschleunigt.

Rückschläge für Apple

Statt - wie einst Jobs - Magier der Innovation zu sein, ist Cook Meister des Update. Das iPhone wurde zuerst im Januar 2007 vorgestellt und hat seitdem fünf Generationen durchlaufen. Das iPad erblickte im Januar 2010 das Licht der Öffentlichkeit und hat seitdem - trotz einiger Aktualisierungen - sein Antlitz im Wesentlichen beibehalten. Und neue Produkte? Fehlanzeige.

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