WiWo App Jetzt gratis testen!
Anzeigen
Valley Talk

Warum Apple und Google sich brauchen

Matthias Hohensee Quelle: Frank Beer für WirtschaftsWoche
Matthias Hohensee Korrespondent (Silicon Valley)

Offiziell sind die Technologiegiganten Apple und Google zerstritten. Tatsächlich profitieren beide voneinander.

Die zehn Erfolgsgeheimnisse des IT-Konzerns
Wie macht Apple das nur? Aktuell ist Apple das wertvollste Unternehmen der Welt. Der Börsenwert liegt bei mehr als 580 Milliarden Dollar. Und Apple  hat Barreserven in Höhe von  216 Milliarden  Dollar. Zehn Gründe warum das Unternehmen so viel besser ist als jeder Konkurrent. Quelle: REUTERS
1. Der NetzwerkeffektDie IT-Welt funktioniert nach anderen Regeln als der Rest der Wirtschaft. Eine besondere Rolle spielt der sogenannte Netzwerkeffekt. Beispiel Microsoft: In der Ära des PCs hatte der Konzern ein Quasi-Monopol im Bereich der Desktop-Betriebssysteme und der Office-Software. Der Grund: Sobald MS-DOS und später Windows gegenüber damals konkurrierenden Systemen wie CP/M nur einen hauchdünnen Vorsprung hatte, entwickelten Softwareentwickler vornehmlich für das Microsoft-System, um möglichst viele potenzielle Kunden zu erreichen. Andererseits wurde die Microsoft-Plattform mit der verfügbaren Software auch für die Kunden immer attraktiver. Die große Verbreitung von Office in der PC-Ära machte auch diese Software zum Quasi-Standard: Wer die Dokumente von Freunden, Kollegen und Geschäftspartnern lesen und bearbeiten wollte, musste zur Microsoft-Software greifen. Quelle: dpa
1. Der NetzwerkeffektIm mobilen Markt hat Apple die Nase vorn. Zwar werden in absoluten Zahlen im Smartphone-Markt mehr Geräte mit Android-System verkauft – doch Android-Nutzer zeigen im Schnitt deutlich weniger Bereitschaft, Geld für Apps auszugeben. Quelle: AP
2. Zulieferer in vielen LändernApples Zulieferer beschäftigen mehr als 1,6 Millionen Menschen in 20 Ländern. Apple steht wegen der Arbeitsbedingungen seiner Zulieferer in der Kritik. Das taiwanesische Unternehmen Foxconn, das vornehmlich in China produzieren lässt, wurde zum Symbol für Ausbeutung und schlechte Arbeitsbedingungen. Jetzt ist es Apple durch Kontrollen bei Zulieferern gelungen, Verstöße gegen Arbeitszeit-Beschränkungen zu reduzieren. Die Obergrenze von 60 Arbeitsstunden pro Woche sei im vergangenen Jahr zu 97 Prozent eingehalten worden, erklärte der Konzern in seinem jährlichen Bericht zur Lage bei den Zulieferern. Ein Jahr zuvor wurde noch ein Wert von 92 Prozent angegeben. Die durchschnittliche Arbeitszeit für fest angestellte Mitarbeiter bei Zulieferern lag jetzt bei 55 Stunden pro Woche. Quelle: dpa
3. MargeDie Marge pro verkauftem Gerät ist traditionell besonders hoch bei Softwareherstellern: Nachdem ein Software-Produkt entwickelt ist, sind die Kosten pro verkauftem Medium sehr gering, der Verkaufspreis hoch. Apple verkauft zwar auch Software, verdient sein Geld aber hauptsächlich mit dem Verkauf von Hardware. Der Konzern erreicht allerdings auch bei der Hardware Margen, von denen die Konkurrenz nur träumen kann. Offizielle Zahlen gibt es nicht, doch Analysten schätzen die Marge pro verkauftem Gerät zwischen 30 und 40 Prozent. Besonders groß ist die Marge beim iPhone – und davon hat Apple wiederum besonders viele Geräte verkauft: im Jahr 2015 mehr als 231 Millionen Stück. Quelle: REUTERS
4. Konzentration auf das WesentlicheAuch bei den Produktkategorien herrscht Übersichtlichkeit. Das aktuelle iPhone SE gibt es jeweils mit unterschiedlicher Speicherausstattung – auf verwirrende Produktbezeichnungen mit langen Zahlenreihen und verschiedenen Ausstattungen verzichtet der Konzern komplett. Mit der Konzentration auf das Wesentliche hat Apple auch beim Produktdesign Trends gesetzt: Überflüssiges wird weggelassen. Das macht die Produkte elegant und benutzerfreundlich. Damit liegt Apple ganz auf der Linie des heimlichen Vorbilds, dem deutschen Braun-Designer Dieter Rams. Quelle: dpa
Apple-Museum Quelle: dpa

Der Ärger von Steve Jobs war groß. Der Apple-Gründer fühlte sich von Google getäuscht. Vor allem von dessen langjährigem Chef Eric Schmidt, den Jobs persönlich für den Aufsichtsrat seines Unternehmens geworben hatte. Der, so erregte sich Jobs, habe die Idee vom iPhone abgekupfert und bei Google in Form von Android umsetzen lassen. Bis zu seinem letzten Atemzug, schwor der Apple-Gründer gegenüber seinem Biografen Walter Isaacson, werde er darum kämpfen, diese Ungerechtigkeit zu revidieren – und wenn es das gesamte Barvermögen von Apple in Höhe von 40 Milliarden Dollar kosten sollte.

Inzwischen ist Jobs fast ein halbes Jahr tot, und Apple hat über 100 Milliarden Dollar auf der hohen Kante. Selbst mit der angekündigten Dividende ist die Kasse noch immer gut gefüllt.

Die Computertrends auf der Cebit
Neue Ultrakompakt-Rechner von AsusMit dem Eee-PC verhalf Asus der Geräteklasse der Netbooks zum Durchbruch. Auf der Cebit präsentiert Asus nun die neusten Versionen der Mini-Notebooks. Insgesamt sieben neue Eee-PCs hat Asus in Hannover im Gepäck. So richten sich die Modelle Eee-PC-1225B und 1225C an Multimedia-Fans, die auf eine HDMI-Schnittstelle zum Anschluss von Beamer oder Fernseher wert legen. Für ein Netbook besonders leistungsfähig ausgestattet ist die Modellvariante B, die mit HD6320-Grafik von AMD und für ein Netbook üppige 3 Gigabyte RAM ausgestattet ist. Die Modellvariante B ist dagegen nur mit einem Gigabyte Speicher und einem Intel-Chip ausgestattet. Die B-Variante soll für etwa 450 Euro in den Handel kommen, die Intel-Variante C rund 400 Euro kosten. Für Vielreisende präsentiert Asus außerdem ein Leichtgewicht auf der Messe. Das Modell Eee PC X101CH wiegt nach Herstellerangeben nur ein Kilogramm. Im Innern werkelt der speziell für Netbooks geschaffene Zweikern-Prozessor Intel Atom N2600. Das gerät soll rund 280 Euro kosten. Ähnlich ausgestatte Netbooks hat Asus auch mit AMD-Prozessoren im Angebot. Die Modelle werden in Deutschland und Österreich im März erscheinen.
Mini-PCDer Hersteller Sapphire stellt auf der Cebit eine neue Version seiner Mini-PCs Edge HD vor. Das Konzept: Klein, leise und stromsparend – aber voll netzwerkfähig. Der neue Sapphire Edge HD3 kommt mit energieeffizienten Prozessor AMD E-450. Der Prozessor besitzt zwei Kerne, die mit 18 Watt Leistung auskommen und 1,65 GHz Leistung bringen. Ein Monitor kann wahlweise über VGA- oder HDMI-Anschluss angeschlossen werden. Weiterhin bietet der Edge HD3 zwei USB-3-Ports, Gigabit-Ethernet und WLAN.
Kundenfeedback per AppAuch das Trendthema App geht auch in diesem Jahr nicht an der Cebit vorbei. So präsentiert das deutsche Start-Up Qnips auf der Cebit eine Kummerkasten-Technologie für das Smartphone-Zeitalter vor. Dabei wird auf den Kassenzettel ein QR-Code ausgedruckt. Der Code kann vom Smartphone mittels einer der üblichen QR-Code-Apps erfasst werden und der Kunde gibt direkt online Feedback zur Qualität von Service und Produkt. Quelle: raboe001@web.deRa Boe / Wikipedia
Quietschbuntes Kinder-Tablet für 100 EuroDer Einstieg in den Tablet-Markt ist immer günstiger zu haben. Der französische Hersteller Archos durchbricht mit seinem für Kinder gedachten Sieben-Zoll-Tablet Child Pad die magische Grenze von 100 Euro. Auf dem Tablet läuft das neueste Android-System 4.0. Es verfügt über üppige ein Gigabyte Arbeitsspeicher über weitere technische Details hält sich der Hersteller aber bedeckt. Grund für den extrem niedrigen Preis: Archos will damit seinen eigenen App Stopre AppsLib bewerben. Bei den Apps gewährt das Child Pad lediglich Zugriff auf den „Kids App Store“ von AppsLib. Dieser enthalte „Tausende kinderfreundliche Apps aus den Themenbereichen Spiele, Entertainment, Kommunikation, Multimedia, Bücher, Comics und Sport“, heißt es vom Hersteller. Auch die Benutzeroberfläche ist mit bunten Icons für Kinder angepasst, 28 kindgerechte Apps bereits vorinstalliert – darunter auch der Spieleklassiker „Angry Birds“. Der auf dem Tablet installierte  Webbrowser verfügt über einen die Filtertechnologie „Mobile Parental Filter“ von der Firma Editions Profil.
Nägel mit Köpfen auf dem iPadDie Softpro GmbH zeigt eine App-Innovation für das iPad auf der Cebit: Mit der Unterschriften-App des Unternehmens können Unternehmer direkt vor Ort digital Nägel mit Köpfen machen und einen Vertrag online unterschreiben, verspricht der Hersteller. Dazu bietet der Hersteller Apps und Eingabestifte an.
Billig-Tablets mit „Icecrem Sandwich“Die Firma Coby Electronics zeigt auf der Cebit seine Serie von Billig-Tablets in den Größen von sieben bis zehn Zoll Display-Diagonale. Ab April 2012 sollen die Kyros-Tablets  mit dem aktuellen Android-System 4.0 „Icecream Sandwich“ ab rund 170 Euro auf den Markt kommen. Zumindest die technische Ausstattung ließt sich für diesen Preis üppig: 1 GB großer Arbeitsspeicher, 1-GHz-Prozessor von ARM und WLAN.  Der Speicher für Apps und Daten lässt sich mittels SD-Karten, die zusätzlich gekauft werden müssen, auf bis zu 32 Gigabyte erweitern. Eine UMTS-Antenne für die mobile Datenversorgung fehlt – nur WLAN ist vorhanden. Die Größe des bereits eingebauten Speichers variiert je nach Modell. Der eigentliche Pferdefuß ist jedoch die Tatsache, dass kein Zugang zu Googles großem Angebot der Apps des Android-Market besteht. Stattdessen müssen Coby-Kunden auf das wesentlich kleinere Angebot des GetJar-Store zurückgreifen. Die Tablets sollen ab April 2012 verfügbar sein.
Fritzboxen holen LTE-Datenturbo nach HauseLTE – der kommende 4G-Funkstandard nach UMTS – kann auch für schnelles Internet zu Hause verwendet werden. Das lohnt sich vor allem abseits der Großstädte, wo schnelles Kabel und DSL oft nicht verfügbar sind. Derzeit bewirbt vor allem Vodafone entsprechende Verträge. Wer den DSL-Ersatz für das Heimnetzwerk nutzt, hatte bisher nur wenig Auswahl bei der Auswahl des Routers – an der Fritzbox 6840 LTE führte kaum ein Weg vorbei. Auf der Cebit präsentiert der deutsche Hersteller AVM neue Fritzboxen für LTE-Nutzer: Die beiden Modelle 6810 (links) und 6842 kommen ohne Antenne aus. Das Design der Boxen wurde laut AVM speziell für den LTE-Einsatz entwickelt.

Doch noch immer wartet man im Silicon Valley darauf, dass der Kampf zwischen den beiden Giganten tatsächlich offen ausbricht. Mal gibt es Gerüchte, dass Apple eine eigene Suchmaschine entwickle, um Google überflüssig zu machen. Oder dass Apple Microsofts Suchmaschine Bing tiefer in seine Produkte integrieren wolle, um dem gemeinsamen Konkurrenten Google eins auszuwischen.

Google wiederum, so wird kolportiert, erwog, seinen populären Landkartenservice Google Maps von Apples iPhone zurückzuziehen und nur noch auf Android-Handys anzubieten. Als Gegenmaßnahme gründete Apple bereits eine eigene Landkartensparte, die an einer Alternative arbeitet.

Die neuen Android-Stars aus Barcelona
Smartphones mit Schnappschuss-FähigkeitAndroid-Pionier HTC geht auf dem Mobile World Congress wieder in den Angriffsmodus über. Drei Smartphones mit dem neusten Android-4-System sollen der Konkurrenz das fürchten lernen – und zwar nicht nur der Smartphone-Konkurrenz, sondern auch Einsteiger-Digitalkameras. In Barcelona stellt HTC das One X (Mitte), One S (links) und das One V (rechts) vor. Digitalkameras werden mit den den drei Modellen überflüssig, behauptet HTC. Das Konzept: Schnelle Auslösung des Fotos, schneller Autofokus und eine große Blende. Ein neuer Chip soll dafür sorgen, dass die Smartphones in nur 0,7 Sekunden zur Aufnahme eines Fotos bereit sind, der Autofokus benötigt nur 0,2 Sekunden. Ebenfalls innovativ: Alle drei Modelle haben den Cloud-Speicher Dropbox bereits integriert. Das erleichtert das Speichern von Fotos im Netz, sodass sie auf allen Geräten verfügbar sind – vom Smartphone bis zum PC. HTC-Kunden haben auf 25 Gigabyte kostenlosen Online-Speicher Zugriff. Normal sind bei Dropbox 2 Gigabyte kostenloser Speicher. Im Folgenden stellen wir Ihnen die Eigenschaften der drei HTC-Geräte im einzelnen vor. Quelle: PR
HTC One XOne X ist ein Android-Smartphone mit Luxus-Ausstattung – und damit das neue Flaggschiff der neuen One-Serie von HTC. Das 4,7-Zoll-Display (11,93 cm Diagonale) bietet 720p-HD-Auflösung (1280x720) und wird dank des Einsatzes von Gorilla-Glas vor Kratzern geschützt. Herz des Smartphones ist der blitzschnelle neue Vier-plus-1-Kern-Prozessor Tegra 3 von Nvidia. Der Prozessor besitzt einen fünften besonders schwachen Kern, der im Standy-Modus aktiv wird und somit Strom spart. In Märkten mit dem neuen Funkstandard LTE (4G) kommt der Zwei-Kern-Prozessor S4 von Snapdragon zum Einsatz. Das HTC One X ist mit 32 Gigabyte Flash-Speicher für Apps und Daten ausgestattet, der nicht erweiterbar ist. Quelle: Reuters
HTC One SDas One S ist auf eine kompakte Bauweise optimiert. Das Display ist kleiner (4,3 Zoll) als das des One X und das Metallgehäuse nur 7,9 Millimeter dünn. Das Gerät wiegt rund 120 Gramm. Das One S ist etwas weniger üppig ausgestattet als das Flaggschiff: Die Display-Auflösung beträgt 960 x 540 Pixel, als Prozessor kommt der Zwei-Kern-Chip S4 von Snapdragon zum Einsatz. Das One S hat ein Gigabyte Arbeitsspeicher und 16 Gigabyte Speicher für Apps und Daten, die ebenfalls nicht erweitert werden können. Quelle: PR
HTC One VDas One V ist das aktuelle Einsteiger-Gerät der HTC-Serie. Es bietet einen relativ kleinen Bildschirm mit 3,7-Zoll-Diagonale und 800 x 480 Pixeln Auflösung. Arbeitsspeicher und Flash-Speicher fallen mit 512 Megabyte beziehungsweise 4 Gigabyte klein aus. Der 1-GHz-Prozessor hat nur einen einzigen Kern. Anders als das One S und One X lässt sich der Speicher für Apps und Daten per Micro-SD-Steckplatz erweitern. Im April soll das Gerät für rund 300 Euro in die Läden kommen. Quelle: PR
Nokias Kamera-GenieDer schwächelnde Handy-Weltmarktführer Nokia will Kunden mit einer Kamera der Superlative in seinen Telefonen und günstigen Windows-Smartphones gewinnen. Das neue Nokia-Modell 808 „PureView“ hat einen Bildsensor mit 41 Megapixeln - mehr als die meisten aktuellen Verbraucher-Kameras. Eine spezielle Software soll dafür sorgen, dass die Bilddateien trotz der vielen Bildpunkte kompakt bleiben können: Dabei werde von sieben Pixeln einer ausgesucht. Die „PureView“-Technologie solle in Zukunft in weitere Modelle einziehen, kündigte Nokia am Montag beim Mobile World Congress in Barcelona an. Bei Smartphones haben sich 8-Megapixel-Kameras als Standard durchgesetzt. Die Bildqualität einer Digitalkamera hängt allerdings von mehreren Faktoren ab. Die Pixelzahl allein lässt keine Qualitätsaussage zu. Das 808 läuft mit dem betagten Nokia-Betriebssystem Symbian, das einst den Smartphone-Markt dominierte und jetzt als Auslaufmodell gilt. Das Foto-Handy soll 450 Euro kosten. Quelle: dpa
Einsteiger-Smartphone mit Windows Phone 7Ein Jahr nach dem Sprung von Nokia ins Lager von Microsofts Smartphone-Plattform Windows Phone wird jetzt die Strategie der Finnen deutlich. Den teuren Lumia-Smartphones, die mit Apples iPhone oder Top-Modellen mit dem Google-Betriebssystem Android konkurrieren sollen, werden günstige Telefone zu Seite gestellt, um die angestammte Stellung in Entwicklungsländern zu verteidigen. Hier ist Nokia nach wie vor stark - aber mit dem Vormarsch von Rivalen wie Samsung und erwarteten günstigen Android-Smartphones von chinesischen Herstellern wie ZTE steigt die Konkurrenz. Nokia tritt dagegen unter anderem mit dem bisher günstigsten Windows-Phone-Telefon Lumia 610 an, das 189 Euro kosten wird. Es soll auch in Deutschland auf den Markt kommen. Zudem stellten die Finnen in Barcelona mehrere einfache Handys der Serie Asha vor. Die Telefone seien „schneller als viele einfachere Androiden“, verkündete die zuständige Nokia-Managerin Mary McDowell. Die Kunden anlocken soll auch eine Auswahl an Diensten unter der Dachmarke „Nokia Life“. So kann man zum Beispiel medizinische Fragen bei einem Call-Center loswerden. Außerdem können Asha-Käufer sich in den ersten zwei Monaten kostenlos 40 Spiele des Anbieters Electronic Arts im Wert von 75 Euro herunterladen. Der populäre Messaging-Dienst WhatsApp ist gleich vorinstalliert - ein weiterer Schlag gegen die Mobilfunk-Anbieter, für die SMS-Gebühren eine sehr wichtige Einnahmequelle sind.
Smartphone mit SonnenschutzSony zeigt mit dem Xperia P ein Smartphone mit Hingucker-Faktor: das Aluminium-Design aus einem Guss (Unibody) ist originell und soll in weiß, schwarz und rot verfügbar sein. Das Innere ist dagegen nicht herausstechend: 1 Gigabyte RAM, 8-Megapixel-Kamera und ein Dual-Core-Prozessor gehören zum Standard der Preisklasse, die Sony mit dem Xperia P anvisiert: 449 Euro. Die nicht mehr ganz taufrische Version des mobilen Betriebssystems Android 2.3 soll bald das Update auf die aktuelle Version Android 4.0 erhalten (Android 3.0 lief nur für Tablets). Als Besonderheit hebt Sony das Display mit „White Magic“-Technik hervor. Der Bildschirm in qHD-Auflösung (960 x 540 Pixel) soll auch unter hellem Sonnenlicht gut lesbar sein. Bislang wurde „White Magic“-Technik in Digitalkameras eingesetzt. Ein zusätzliches weißes Pixel neben rot, grün und blau soll den Stromverbrauch senken und die Lesbarkeit bei Sonneneinstrahlung erhöhen. Ebenso wie das ebenfalls in Barcelona vorgestellte Modell Xperia U soll das Xperia P an die Musik- und Video-Angebote des Unternehmens angebunden werden.

Aber den großen Knall hat es bislang nicht gegeben. Er wird auch ausbleiben. Ein Schlagabtausch würde beiden Seiten schaden. Sowohl Apple als auch Google bieten beliebte Produkte an. Ein gegenseitiger Boykott würde nur ihre Kunden verärgern.

Es spricht viel dafür, dass die angebliche Feindschaft von Apple und Google gezielt aufgebauscht wird, um die Wettbewerbshüter zu beruhigen. Tatsächlich hat Google Apple einen großen Gefallen damit getan, als es das mobile Betriebssystem Android samt Apples App Store nachempfundenen Marktplatz zum Kauf von Softwareprogrammen für Smartphones einführte.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%