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Vantage Towers Erst der Börsengang, jetzt Zukäufe?

Aktuell verfügt Vantage Towers über deutlich weniger Masten als Konkurrent Cellnex bald sein Eigen nennt und liegt weit hinter American Tower. Quelle: imago images

Im März war die Vodafone-Funkturm-Tochter Vantage Towers erst an die Börse gegangen. Nun sagte Vantage-Chef Vivek Badrinath, dass das Unternehmen rund eine Milliarde Euro für weiteres Wachstum in die Hand nehmen könne.

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Die erst seit kurzem börsennotierte Vodafone-Funkturm-Tochter Vantage Towers hält die Augen nach Übernahmezielen offen. „Wenn sich uns etwas in der richtigen Größe und Form und zum richtigen Preis präsentiert, sind wir bereit, es zu kaufen“, sagte Vantage-Chef Vivek Badrinath am Montag, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und verwies darauf, rund eine Milliarde Euro für weiteres Wachstum in die Hand nehmen zu können. Aber er werde sich nicht hetzen lassen. Die Basis des Geschäfts sei organisches Wachstum. Größentechnisch spielt das in Düsseldorf ansässige Unternehmen mit rund 82.000 Standorten in zehn europäischen Ländern aktuell im Mittelfeld eines Marktes mit, in dem der 5G-Netzaufbau und die zunehmende Digitalisierung in der Corona-Krise für viel Bewegung gesorgt hat.

Aktuell verfügt Vantage über deutlich weniger Masten als Konkurrent Cellnex bald sein Eigen nennt und liegt weit hinter American Tower. Der US-Anbieter hat erst kürzlich für 7,7 Milliarden Euro Masten von der Telefonica-Tochter Telxius erworben. Allerdings verwaltet Vantage auch rund doppelt so viele Standorte wie die Deutsche Telekom, die bisher offen gelassen hat, wie sie mit dem Geschäft weiter verfährt und an den Kapitalmarkttagen am Donnerstag und Freitag Neues dazu sagen dürfte.

In dem Geschäftsjahr zu Ende März kletterten die Erlöse von Vantage Towers um 2,2 Prozent auf 966 Millionen Euro. Das bereinigte Betriebsergebnis (EbitdaaL) legte um 2,1 Prozent auf 524 Millionen Euro zu. Vergleiche mit dem Vorjahreszeitraum sind schwer möglich, da Vantage erst als eigenständige Tochter aufgebaut wurde. Analysten hatten in einer Refinitiv-Umfrage im Schnitt mit einem höheren Umsatz von 977 Millionen Euro gerechnet. Am Aktienmarkt sorgten die Zahlen und die bestätigte Prognose für Enttäuschung. Die Papiere fielen mehr als drei Prozent auf 26,25 Euro, lagen damit aber immer noch über dem Ausgabepreis von 24 Euro.



Es ist das erste Mal, dass der Funkmasten-Betreiber nach seinem Gang auf das Parkett im März Geschäftszahlen veröffentlicht. Vantage und damit Vodafone hatten beim Börsengang 2,3 Milliarden Euro eingenommen und den Online-Gebrauchtwagenhändler Auto1 als größtes Börsendebüt des Jahres abgelöst.

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Im laufenden Geschäftsjahr will das Unternehmen, das etwa 420 Mitarbeiter beschäftigt, den Umsatz auf rund eine Milliarde Euro steigern. Nach der Hauptversammlung im Juli will Vantage, an dem die britische Muttergesellschaft weiterhin mehr als vier Fünftel hält, eine Dividende in Höhe von 280 Millionen Euro ausschütten.

Mehr zum Thema: Die Deutsche Telekom hütet einen Schatz: ihre Funktürme. Doch während die Konkurrenten das Business auslagern, hält der Konzern aus Bonn daran fest. Was hat Telekom-Chef Timotheus Höttges damit vor?

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