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Verizon kauft Yahoo 4,8 Milliarden Dollar für Internet-Pionier Yahoo

Wie erwartet wird der Telekommunikations-Riese Verizon Medienberichten zufolge Yahoo kaufen. Damit würde eines der bekanntesten Unternehmen der Internet-Industrie nach über 20 Jahren die Unabhängigkeit verlieren.

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Platz 6: NiederlandeDen Sprung auf 14,2 Megabit pro Sekunde schaffen unsere niederländischen Nachbarn. Quelle: dpa
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Der Telekom-Konzern Verizon hat den Bieterwettstreit um das Kerngeschäft des Internet-Pioniers Yahoo für sich entschieden. Das Web-Geschäft wird vom Telekom-Konzern Verizon übernommen. Der Kaufpreis liegt bei rund 4,8 Milliarden Dollar (4,4 Milliarden Euro), wie die Unternehmen am Montag mitteilten.

Verizon galt in dem monatelangen Verkaufsprozess schon lange als der aussichtsreichste Bewerber. Am Ende überraschte jedoch die Höhe des Kaufpreises: Noch im Juni war in informierten Kreisen die Rede davon, dass Verizon rund drei Milliarden Dollar geboten hätte. Andere Interessenten wie die Google-Mutter Alphabet, der Medienkonzern Time und die US-Telekom-Riesen AT&T und Comcast haben nicht für Yahoo geboten.

Verizon will Yahoo mit seiner Internet-Tochter AOL zusammenlegen, um besser mit Google und Facebook bei Online-Werbung konkurrieren zu können. In der alten Yahoo-Gesellschaft bleiben die Beteiligungen an der chinesischen Online-Plattform Alibaba und Yahoo Japan. In AOL stecken auch die für 300 Millionen Dollar gekaufte "Huffington Post" und diverse Blogs wie das beliebte Portal "TechCrunch". Die Hoffnung dabei sei, dass man so einen schlagkräftigeren Konkurrenten für Google und Facebook bei Online-Werbung aufbauen könne.

Die zehn größten IT-Übernahmen weltweit nach Kaufpreis

Yahoo hatte sich zum Verkauf gestellt, nachdem es nicht gelungen war, die Beteiligung an der chinesischen Handelsplattform Alibaba steuerfrei für die Aktionäre abzuspalten. Nun soll stattdessen das Kerngeschäft abgestoßen werden. Die beiden Beteiligungen mit einem aktuellen Wert von rund 40 Milliarden Dollar bleiben bei dem bisherigen Unternehmen.

Ein Verkauf würde das Ende der Eigenständigkeit für eine der bekanntesten Firmen in der Internet-Wirtschaft markieren. Yahoo war vor über 20 Jahren als Verzeichnis von Webseiten gegründet worden. Dienste des Konzerns wie etwa E-Mail haben hunderte Millionen Nutzer, Yahoo tat sich jedoch schon seit Jahren schwer, das in Einnahmen umzumünzen. Das Geld wird vor allem mit Online-Werbung gemacht - und in diesem Geschäft wurde Yahoo immer mehr von Google und Facebook abgehängt.

Mehrere Chefs versuchten erfolglos, das Steuer bei Yahoo herumzureißen. Zuletzt hatte die ehemalige Google-Managerin Marissa Mayer vier Jahre Zeit dazu. Sie setzte auf einen Ausbau des Medienangebots, Investitionen in eigene Anstrengungen bei der Web-Suche und wollte jüngere Nutzer mit dem Kauf der Blog-Plattform Tumblr für rund eine Milliarde Dollar anlocken. Doch zuletzt fielen die Netto-Werbeerlöse allein im vergangenen Quartal um rund ein Fünftel und über zwei Runden von Wertberichtigungen sind rund zwei Drittel des Tumblr-Kaufpreises raus aus den Büchern.

Trotz des wiederholt vorgetragenen Optimismus von Mayer lief das Geschäft schlecht. Zwar legte der Umsatz im zweiten Quartal um knapp fünf Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar zu. Im Vorjahreszeitraum waren es 1,24 Milliarden Dollar. Doch der Aufwand, ihn zu erreichen, schnellte von 200 Millionen Dollar auf 466 Millionen Dollar.

Zudem änderte das Unternehmen den Ausweis seiner Umsätze. Ohne das hätte der Umsatz nur bei 1,06 Milliarden Dollar gelegen. Der Verlust stieg von 22 Millionen Dollar auf 440 Millionen Dollar.

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