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Weggefährte von Steve Jobs Apple muss in ganz neue Märkte expandieren

Exklusiv

Apple droht zwei Jahre nach dem Tod von Firmengründer Steve Jobs der Verlust des Kultstatus, fürchtet der frühere Apple-Designer Hartmut Esslinger.

Was iPhone 5S und 5C drauf haben
In diesen fünf Farben wird das neue iPhone 5C erhältlich sein. Es ist das erste "Billig-iPhone", das ab 99 US-Dollar (mit Vertrag) in den Handel gehen soll. Quelle: REUTERS
Zum bunten 5C gibt es auch bunte Hüllen. Ohne Vertrag soll das "Billig-iPhone" 599 Euro inklusive Mehrwertsteuer kosten. Damit ist auch das Plastik-Modell immer noch deutlich teurer als die günstigsten Smartphones auf dem Markt. Quelle: AP
Das 5C hat denselben Chip und dieselbe Kamera wie das Vorgängermodell iPhone 5 - es ist im Prinzip das gleiche Telefon in einem hochwertigen Plastik-Gehäuse. Zugleich bleibt auch das vor zwei Jahren gestartete iPhone 4s als noch günstigere Alternative im Angebot. Quelle: AP
Gemunkelt worden war es schon länger, nun ist es klar: Das neue iPhone 5S wird in den Farben Grau, Silber und Gold auf den Markt kommen. das Gehäuse besteht aus hochwertigem Aluminium und ist wie auch schon die Vorgänger aus einem Stück gefertigt. Quelle: AP
Im iPhone 5S baut Apple erstmals einen 64-Bit-Chip in ein Smartphone ein, wie man sie aus PCs kennt. Dadurch werde das 5S rund 40 Mal so schnell wie das gut sechs Jahre alte Original-iPhone. Quelle: AP
Auch die Akku-Laufzeit wurde verbessert und man könne jetzt 10 Stunden im UMTS-Netz telefonieren oder mit dem superschnellen LTE-Datenfunk im Internet surfen. Die Bildschirm-Größe ist unverändert, während die Konkurrenz auf größere Displays setzt. Quelle: AP
Die Kamera des iPhone 5S ist mit einem größeren Bewegungssensor ausgestattet. Auch der Bildstabilisator wurde verbessert, heißt es. Quelle: AP

Jobs’ berühmte Maxime „Stay hungry, stay foolish“ werde nicht mehr beherzigt, kritisiert Esslinger in der WirtschaftsWoche. „Hungrig sind wir doch alle“, sagte Esslinger dem Magazin. „Das Verrückte, das Kühne ist das Schwere.“

Esslinger ist gebürtiger Deutscher und Gründer von Frog Design. Er prägte Apples Look in den Achtzigerjahren entscheidend mit und arbeitete eng mit Jobs zusammen.
Apple müsse in ganz neue Märkte expandieren, wo das Unternehmen neue Leidenschaft schüren könne. Zwar sei Apple „immer noch innovativ und bei Design und Benutzerführung seinen Wettbewerbern weit voraus“, bilanziert Esslinger. Doch beschränke sich das Unternehmen im Wesentlichen darauf, den boomenden Smartphone-Markt zu bedienen. Diesen hält Esslinger wegen der schnellen Produktzyklen und der Forderung nach immer neuen Funktionen für „krank“.

Wachstumschancen sieht Esslinger für Apple deshalb nur in unkonventionellen Märkten und rät zum Beispiel zur Entwicklung sogenannter mikromechanischer Produkte. Das sind winzige, tragbare Geräte, die immer an der Seite ihres Nutzers sind, ob sichtbar oder unsichtbar, ihnen im Alltag helfen und dank Sensoren und Rechenintelligenz deren Bedürfnisse kennen oder erahnen. Eine Smartwatch wäre nur ein winziges Segment in diesem noch weitgehend undefinierten Markt.

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