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Werner knallhart

So kommen Sie von Facebook weg, ohne alles zu löschen

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Likes, Posts und Facebook auf dem Handy

2. Missbrauchen Sie Likes nicht als schönen Gruß.

„Hast du mal wieder was von Jens gehört?“ Ja, er hat kürzlich bei mir einen Youtube-Link auf Facebook geliked.“

Für viele bedeutet im Kontakt bleiben: dem anderen was bei Facebook anklicken. Genauer betrachtet ist das natürlich so, als wenn man das Gefühl hat, REWE hat einen lieb, nur weil ein Prospekt im Briefkasten liegt. Schreiben Sie Leuten, die Ihnen wirklich was bedeuten, eine persönliche Nachricht. Oder rufen Sie an. Fehlt Ihnen dafür die Zeit, ist es eh nicht so wichtig. Liken Sie nur Sachen, die Sie wirklich mögen, statt nur was per Klick von sich hören zu lassen.

3. Überprüfen Sie sich ehrlich: Warum poste ich das jetzt?

Ein Bekannter aus der südbadischen Provinz postete jüngst Fotos mit tollen Berliner Stadtmotiven. Darunter diverse Kommentare seiner sogenannten Facebook-Freunde: „Mann, kommst du rum.“ „Schon wieder in Berlin????“ Dabei hatte er nur alte Bilder aus seinem Album raus gekramt, um seinen Gesprächswert zu erhöhen. Nun ja. Wer sich selber beim Facebook-Posen erwischt, sollte dringend über sein Selbstwertgefühl nachdenken.

Posten Sie Ihr Foto mit sich selbst  am Urlaubsort, weil das Foto so außergewöhnlich gelungen ist, weil Sie wollen, dass sich Ihre Freunde für Sie freuen, oder weil Sie ganz tief in sich drinnen das Bedürfnis haben, mithalten zu können? Seht her: Rio - zack - ich mache was aus meinem Leben.

Wenn es Ihnen wirklich um die selbstlose Freude ihrer Freunde geht, dann bedenken Sie: Dutzende andere werden Sie wahrscheinlich beneiden, Sie vielleicht angeberisch finden oder sogar ein bisschen traurig werden. Wollen Sie das? Wenn nein, dann schicken Sie das Foto vom Gate besser doch einfach per WhatsApp an Ihre engsten Freunde und Ihre Familie. Empfängerkreis von Posts einschränken, das geht zwar auch bei Facebook. Aber dann ist man ja wieder bei Facebook!

4. Deinstallieren Sie Facebook von Ihrem Handy

Es gibt Leute, die haben Facebook bewusst von ihrem Handy entfernt und nutzen es nur auf dem Tablet oder am PC. Der unschlagbare Vorteil: Weil man Tablet und PC nicht ständig mit sich herum schleppt, sinkt die eigene Facebook-Präsenz sofort extrem. Ich selber habe Facebook nur auf dem Tablet und gucke zurzeit höchstens einmal die Woche auf mein privates Facebook-Profil. Und es entgeht mir irgendwie nichts.

Facebook bis heute für Medienunternehmen und Marketing-Abteilungen sonstiger Firmen mangels Alternativen ein noch unentbehrliches Instrument zur Kundenbindung. Weil alle dort sind. Und weil man jeden einzelnen und alle zusammen ansprechen kann. Von den maßgeschneiderten Zielgruppen für Werbetreibende mal ganz abgesehen.

Den privaten Konsum kann man allerdings problemlos herunter fahren und die sozialen Kontakte auf anderen Wegen pflegen. Das geht nicht nur bis Ostern, sondern auch danach. Einfach mal machen. Ich sage nur: Trump und Brexit.

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