Zu viele Baustellen Vodafone-Chef braucht dringend "good news"

Puh, erst mal tief durchatmen. Vodafone hat die Zitterpartie bei der Übernahme von Kabel Deutschland doch noch für sich entschieden. Ein Glück für Chef Jens Schulte-Bockum.

Vodafone-Chef Jens Schulte-Bockum. Quelle: PR/Theodor Barth

Kurz vor Ablauf der Frist entschieden sich mehr als 75 Prozent der Aktionäre von Kabel Deutschland doch noch, das Übernahmeangebot von Vodafone anzunehmen. Vodafone-Chef Jens Schulte-Bockum braucht diese positive Vollzugsmeldung, denn in der Düsseldorfer Zentrale läuft es derzeit alles andere als rund. Fast die gesamte Führungsmannschaft hat der vor knapp einem Jahr angetretene Nachfolger von Friedrich Joussen inzwischen umgekrempelt. Gleichzeitig legte sich der ehemalige McKinsey-Berater mit den Betriebsräten an, um stärker als bisher die Personalkosten zu kappen. Jetzt legt der Diebstahl von zwei Millionen Kundendaten auch noch Lücken beim Datenschutz offen.

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Der Verdacht drängt sich auf, dass Schulte-Bockum zu viele Baustellen gleichzeitig eröffnet hat – und jetzt dafür die Quittung bekommt. Unter seinen Vorgänger galt Vodafone als Vorzeigefirma, bei der das Betriebsklima so gut war, dass es nur ganz wenige Wechsel von guten Leuten zur Konkurrenz gab. Die Mitarbeiter von Kabel Deutschland kommen nun zu einem Unternehmen, bei dem ein viel rauerer Wind weht.

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