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  4. Telekom steigert vor Sprint-Fusion in den USA den Gewinn

Zuwächse bei Umsatz und GewinnTelekom feiert „Rekordzahlen“

Die Deutsche Telekom hat 2019 ein deutliches Gewinnplus verbucht. Erneut vor allem dank des US-Geschäfts. Der Konzern lobt sich selbst und spricht vom erfolgreichsten Jahr der Unternehmensgeschichte. 19.02.2020 - 08:25 Uhr

Die Deutsche Telekom hat 2019 ein deutliches Gewinnplus verbucht. Erneut dank des guten US-Geschäfts.

Foto: imago images

Die Deutsche Telekom steuert mit deutlichen Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn im Rücken auf die milliardenschwere Fusion ihrer US-Tochter mit dem Rivalen Sprint zu. Im laufenden Jahr wollen die Bonner nun beim Umsatz zulegen und den operativen Ertrag (bereinigtes Ebitda ohne Leasingkosten) auf 25,5 Milliarden Euro steigern. Im Vorjahr erreichten sie hier 24,7 Milliarden Euro – rund 7,2 Prozent mehr als vor Jahresfrist, teilte der Konzern mit. In ihrer Mitteilung sprach die Telekom von „Rekordzahlen“ und dem erfolgreichsten Jahr der Unternehmensgeschichte.

Erneut erwies sich dabei die Tochter T-Mobile US als Zugpferd. „Mit diesen Rekordzahlen haben wir unsere Position als klare Nummer eins der Branche in Europa bestätigt“, bilanzierte Telekom-Chef Tim Höttges. Auch dank florierender Geschäfte der US-Amerikaner stieg der Umsatz 2019 um 6,4 Prozent auf 80,5 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb ein Überschuss von 3,9 (2,16) Milliarden Euro.

Der Konzern hatte die wichtigsten Hürden für den im April 2018 angekündigten Zusammenschluss in Übersee aus dem Weg geräumt. Zuletzt hatte ein US-Gericht Klagen mehrerer Bundesstaaten gegen die Pläne abgeschmettert. Durch die Fusion soll ein Mobilfunkriese entstehen, der auf gut 130 Millionen Kunden und einen Jahresumsatz von rund 76 Milliarden Dollar kommt – die Nummer drei auf dem US-Markt.

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Legen die vor Gericht unterlegenen US-Bundesstaaten keine Berufung gegen die Entscheidung ein, ist die Fusion für Telekom-Chef Höttges nach langem Ringen endlich in greifbare Nähe gerückt. Hoffnung machte dem Telekom-Chef dabei bereits der Bundesstaat New York: Die örtliche Generalstaatsanwältin, Letitia James, hatte angekündigt, nicht gegen den Richterspruch vorgehen zu wollen.

Auf Höttges kommt nun aber weiter Arbeit zu. Denn der Konzern ächzt unter einer hohen Schuldenlast. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten des Bonner Konzerns lagen zum Jahresende bei rund 76 Milliarden Euro. Der Schuldenstand hat Folgen: Die Telekom hatte bereits im November ihre Dividende für 2019 auf 60 Cent je Aktie festgelegt – zehn Cent weniger als für das Jahr zuvor. Der Konzern hatte dies unter anderem mit hohen Kosten für die 5G-Mobilfunkauktion in Deutschland und mit finanziellen Lasten aus der angestrebten US-Transaktion begründet.

Das 5G-Netz muss der Konzern nun aufbauen. Umstritten ist, ob auch der chinesische Ausrüster Huawei dabei in Deutschland zum Zuge kommt. Die USA werfen ihm Spionage vor, Huawei hat die Kritik zurückgewiesen. Die Telekom arbeitet aber auch mit den Ausrüstern Ericsson und Nokia zusammen. Und nicht zuletzt will die Telekom 2020 den Umbau der angeschlagenen Großkundentochter T-Systems vorantreiben.

rtr, dpa
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