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Japan und die Börse Windkraftaktien

Wenn sich wie in Japan Atomenergie als nur schwer beherrschbarer Energieträger erweist, ist Ökostrom im Aufwind. Aber das ist zu kurz gedacht.

Windräder in Brandenburg Quelle: dpa

Unter dem Eindruck der Atomunfälle in Japan schossen gestern die Papiere der Windradbauer durch die Decke. Die deutsche Nordex beispielsweise legte von gestern früh bis heute Mittag um etwa 40 Prozent zu. Allerdings beginnen die Kurse bei einigen Windkraftunternehmen schon wieder an zu bröckeln. Einer der weltgrößten Windradbauer, die dänische Vestas, ist nach dem gestrigen Kursschub heute schon wieder im Minus. Vestas leidet nach wie vor unter dem starken Einbruch auf dem US-Markt, der sich im vergangenen Jahr halbierte. Etwa ein Viertel ihres Umsatzes macht Vestas in den USA.

Sparpogramm angekündigt

Abgesehen vom Japan-Schock sind die Voraussetzungen für die Windbranche in diesem Jahr alles andere als rosig. So stocken die Projekte mit Off-Shore-Anlagen in der Nordsee, weil die Finanzierung der Windräder unsicher ist. Zudem ist der Preiskampf in der Branche nach wie vor intensiv. Wenn die Windkraftbranche nicht knallhart spart, wird sie mit sinkenden Margen zu kämpfen haben. Nordex kündigte zwar für dieses Jahr ein Sparprogramm an, um die Margen zu stabilisieren, der Vorstand traut sich dennoch keine Ergebnisprognose für 2011 zu. Anders als Vestas ist Nordex allerdings nicht so stark vom schwächelnden US-Markt abhängig. Der Umsatzanteil lag im dritten Quartal 2010 bei lediglich bei 11,5 Prozent.

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