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Japan Wie der Gemischtwarenladen Kyocera der Wirtschaftskrise trotzt

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Natürlich haben auch die 66.000 Kyocera-Angestellten weltweit Absatzeinbußen und Gewinnrückgänge hinnehmen müssen, leidet das Unternehmen unter dem starken Yen, der die Produkte verteuert und die Erträge schmälert.

Dennoch hält Kyocera bis heute an gewissen Traditionen fest, die das Unternehmen in seiner vergleichsweise kurzen Geschichte pflegt. Trotz klammerer Kassen wurde der Sponsorenvertrag mit dem Fußballbundesligisten Borussia Mönchengladbach gerade erst verlängert.

Kyoto-Preis trotz Wirtschaftskrise

Und auch die nach dem Gründer benannte Inamori-Stiftung vergibt am 10. November wieder ihren jährlichen Kyoto-Preis – mit fast 400.000 Euro eine der höchstdotierten Auszeichnungen weltweit für das Lebenswerk von Wissenschaftlern und Künstlern. Zu den Preisträgern gehörten etwa die deutsche Choreografin Pina Bausch und der Philosoph Jürgen Habermas.

Kyocera-Gründer Kazuo Inamori ehrt sich damit irgendwie auch selbst. Der aus einfachen Verhältnissen zum Milliardär aufgestiegene Patriarch wurde einst wegen seiner niederen Herkunft von renommierten Universitäten Japans abgelehnt. Vor elf Jahren gab der jetzt 77-Jährige die Konzernführung ab und zog sich in einen buddhistischen Tempel von Kyoto zurück.

Dort erlebte Inamori als Bettelmönch mit brauner Kutte und Strohsandalen nach eigenem Bekunden den glücklichsten Moment seines Lebens: eine arme Frau, die ihm eine größere Münze schenkte.

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