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Kartellamt-Entscheid Heizen mit Strom wird billiger

Das Bundeskartellamt zwingt die Versorger zur Öffnung des Marktes. Damit sinken die Preise für Strom, der speziell für Heizungen wie Nachtspeicheranlagen oder Wärmepumpen vertrieben wird. Ein Teil der Kunden bekommt sogar Geld zurück. Was die Entscheidung für Verbraucher und Anbieter bedeutet.

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Knapp zwei Millionen Haushalte in Deutschland heizen mit Strom. Sie können sich über sinkende Preise freuen. Quelle: ap

DÜSSELDORF. Mit Strom zu heizen wird billiger. Das Bundeskartellamt setzte nach einem monatelangen Verfahren eine Öffnung des Marktes für Strom durch, der speziell für Heizungen wie Nachtspeicheranlagen oder Wärmepumpen vertrieben wird. Hunderttausende Kunden bekommen sogar einen Teil bereits gezahlter Rechnungen erstattet.

Teilweise verzichten die Anbieter auch auf geplante Preiserhöhungen. Insgesamt werden 13 Versorger rund 530 000 Kunden in einem Umfang von 27,2 Mio. Euro entlasten.

In Deutschland setzen knapp zwei Mio. Haushalte Strom als Heizmittel ein. Das sind rund vier Prozent aller Wohnungen. In diesem Segment gibt es nach Darstellung des Bundeskartellamtes aber noch viele Behinderungen für neue Anbieter und im Gegensatz zum normalen Strommarkt auch fast keine Wechselmöglichkeiten für die Verbraucher. "Die Anbieter sind in ihrem jeweiligen Versorgungsgebiet praktisch ohne Wettbewerber", stellte die Bonner Behörde gestern fest.

Der Markt soll für neue Anbieter transparenter werden

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Standort erkennen

    Das Bundeskartellamt hatte die Preise von 25 Versorgern erfasst, die rund 70 Prozent des Marktes abdecken, und im Herbst 2009 dann gegen 17 Unternehmen Missbrauchsverfahren eingeleitet. Darunter sind auch Töchter der Branchenriesen Eon und RWE. Ein Verfahren, das gegen den hessischen Versorger Entega, dauert nach Angaben des Amtes noch an.

    Das Vorgehen der Wettbewerbshüter hatte Erfolg: Die betroffenen Unternehmen sowie eine Vielzahl von weiteren Versorgern hätten sich jetzt zu umfassenden Maßnahmen verpflichtet, die den Markt öffnen sollen, teilte die Behörde mit. Unter anderem werden sie künftig ihre Heizstromtarife im Internet transparent veröffentlichen, temperaturabhängige Verbrauchsdaten erheben und im Internet für Konkurrenten zur Verfügung stellen. So soll es neuen Anbietern ermöglicht werden, in den Markt für Heizstrom einzutreten.

    Die Bedeutung von Heizstrom dürfte eher noch steigen. Bei Neubauten setzen die Bauherren immer öfter auf Wärmepumpen. Diese werden mit Strom betrieben und nutzen Temperaturunterschiede in der Natur, beispielsweise die Erdwärme, um Wohnungen oder Häuser zu beheizen.

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