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Konjunkturindikatoren Erste Signale der Hoffnung

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ifo-Geschäftsklima

ifo-Geschhäftsklima

Struktur Der seit 1971 erstellte Geschäftsklimaindex geht auf monatliche Befragungen von rund 7000 Unternehmen aus verarbeitendem Gewerbe, Bau, Groß- und Einzelhandel zurück. Die Unternehmen beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage (gut/befriedigend/schlecht) und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate (günstiger/gleich/ungünstiger). Der Saldo der Geschäftslage ist die Differenz der Prozentanteile der Antworten „gut“ und „schlecht“, der Saldo der Erwartungen die Differenz der Prozentanteile der Antworten „günstiger“ und „ungünstiger“. Das Geschäftsklima ist ein Mittelwert beider Salden. 

Aussagekraft Der Index hat unter Ökonomen einen guten Ruf. Faustregel: Dreht der Index dreimal hintereinander in die gleiche Richtung, zeigt dies einen bevorstehenden konjunkturellen Wendepunkt an. Zwischen 1970 und 2006 hat der Index laut ifo die „weitaus überwiegende Zahl der Wendepunkte frühzeitig signalisieren“ können. Die Realwirtschaft folge im Schnitt 1,3 Quartale später. 

Entwicklung Das Geschäftsklima hat sich im Januar erstmals seit Mai 2008 verbessert, vor allem dank besserer Werte in Handel und Baubranche. Während die Betriebe ihre aktuelle Lage schlechter als im Vormonat bewerteten (der Teilindex sank auf den niedrigsten Stand seit April 2003), stieg der Erwartungsindex um 2,5 auf 79,4 Zähler.

ZEW-Finanzmarkttest

ZEW-Index

Struktur Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim befragt seit 1991 monatlich rund 350 Finanzexperten bei Banken, Versicherungen und großen Industrieunternehmen, wie sie die Entwicklung der kommenden sechs Monate sehen. Der Saldo von positiven und negativen Prognosen ergibt den „Index der Konjunkturerwartungen“. Glauben zum Beispiel 35 Prozent der Analysten, es gehe aufwärts, und 40 Prozent, die Lage werde schlechter, so liegt der Indikator bei minus fünf Punkten. Zusätzlich ermittelt das ZEW einen Lageindex, der die Einschätzungen zur aktuellen Situation widerspiegelt. 

Aussagekraft Die ZEW-Zahlen sind volatiler als die des ifo Instituts, und die Zahl der Befragten ist nicht übermäßig hoch. Manche Ökonomen betrachten das ZEW-Barometer als ein von Tageslaunen abhängiges Leichtgewicht. Gleichwohl hat der Index in der Vergangenheit konjunkturelle Wendepunkte nicht selten eher angezeigt als der große ifo-Bruder, da die Akteure an den Finanzmärkten – stärker als Industriemanager – die monetären Einflussfaktoren der Konjunktur im Blick haben. 

Entwicklung Der Lageindex sinkt weiter, der Erwartungsindex aber ist im Januar gestiegen. ZEW-Chef Wolfgang Franz: „Niemand denkt, die Finanzkrise sei vorbei. Aber das Vertrauen in den Rettungsschirm wächst. Die Analysten glauben, dass der Abwärtstrend Mitte des Jahres endet.“

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