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Konsumartikel Gewinn eingebrochen: Henkel erhöht die Preise

Der Markenartikelkonzern Henkel (Persil, Pritt, Fa) will in den kommenden Monaten die Preise für Waschmittel, Klebstoffe und Kosmetikprodukte deutlich erhöhen.

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Ein Mann geht an Quelle: dpa

Angesichts der gestiegenen Rohstoffkosten seien in der zweiten Jahreshälfte Aufschläge von fünf bis zehn Prozent notwendig, sagte Konzernchef Kasper Rorsted. Besonders stark sei der Druck in der Waschmittelsparte.

Erst am Vortag hatte der Beiersdorf-Konzern Preiserhöhungen für Nivea, Tesa und andere Produkte angekündigt. Henkel hatte bereits im ersten Halbjahr in zahlreichen Bereichen die Preise angehoben. Dennoch brach das Ergebnis des Markenartiklers im zweiten Quartal ein. Der Gewinn nach Anteilen Dritter sank von 234 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf nur noch 38 Millionen Euro, ein Minus von fast 84 Prozent.

Ausschlaggebend dafür waren nach Konzernangaben hohe Restrukturierungsaufwendungen und die Kosten der Integration der Neuerwerbung National Starch.

3000 Stellen fallen weg

Henkel will bis 2011 weltweit rund 3000 von 58.000 Stellen streichen, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Allein in Deutschland sollen rund 1000 Arbeitsplätze wegfallen. Insgesamt bezifferte der Konzern die im Rahmen der Restrukturierung im zweiten Quartal angefallen Kosten auf 256 Millionen Euro.

Bereinigt um diese Effekte lag der Quartalsüberschuss Henkel zufolge bei 227 Millionen Euro (minus 4,6 Prozent). Das bereinigte betriebliche Ergebnis (Ebit) stieg aber um 7,8 Prozent auf 372 Millionen Euro. Getrieben von der milliardenschweren Übernahme von Teilen des britischen Konkurrenten National Starch legte der Umsatz im zweiten Quartal um 11,4 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro zu. Das Wachstum aus eigener Kraft lag bei 6,1 Prozent.

Vor allem in den Wachstumsregionen Osteuropa, Afrika, Nahost, Lateinamerika und Asien wuchs der Umsatz zweistellig. In Deutschland und Westeuropa musste der Konzern dagegen leichte Umsatzeinbußen hinnehmen. Für das Gesamtjahr erwartet Henkel ein bereinigtes organisches Umsatzwachstum von drei bis fünf Prozent. Der Zuwachs beim bereinigten Ebit soll „am unteren Ende des mittleren Zehnprozentbereichs“ liegen.

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