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Kuka Roboter verbreiten Optimismus

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ARCHIV - Ein Mitarbeiter des Quelle: dpa

Wegen der guten Lage hat Reuter seine Prognose für den Umsatz noch einmal hochgeschraubt. Bereits vor drei Monaten hatte Reuter die Zielmarke für das laufende Jahr von 1,15 Milliarden Euro auf 1,2 Milliarden erhöht. Nun setzte er das Ziel auf 1,3 Millarden Euro (2010: 1,08 Milliarden Euro) hoch. Damit wächst  der Roboter- und Anlagenbauer stärker als der deutsche Maschinenbau, desen Verband VDMA für dieses Jahr ein Umsatzwachstum von 14 Prozent erwartet.

Weltweite Automatisierung nicht nur in der Automobilbranche

Mit einem operativen Gewinn im ersten Halbjahr von 31 Millionen Euro (Vorjahr: 5 Millionen Euro) erzielt Kuka eine Ebitmarge von 4,7 Prozent. Für das Gesamtjahr peilt Reuter eine Marge von fünf Prozent an. Reuter erwartet in diesem Jahr wieder schwarze Zahlen beim Jahresergebnis (Vorjahr: minus 76 Millionen Euro).  

Kuka profitiert von der Erholung des Roboterbaus und der Automation weltweit. Vor wenigen Tagen hatte die Fachgruppe Robotik und Automation im Maschinenbauverband VDMA eine Umsatzsteigerung von 20 Prozent angekündigt. Robotoren werden in der Massenfertigung, vor allem im Automobilbau, aber auch zur Bestückung von Arzneipackungen oder zum Stapeln von Bierkästen eingesetzt. Zunehmend finden die automatischen Helfer auch Verwendung in der Kranken- und Altenpflege oder in der Gebäudereinigung. Der Konzern lebt heute noch fast zu 70 Prozent vom Automobilbau, will die Abhängigkeit von der boomenden, aber konjunkturanfälligen Branche vermindern.

Der Höhepukt des Branchentrends scheint indes inzwischen erreicht. Die Auftragskurve stieg im Vergleich zum Vorquartal (51 Prozent) nur noch geringfügig. Die Book-to-Bill-Ratio, also das Verhältnis von Aufträgseingängen zum Umsatz stagnierte fast (1. Quartal 2011: 1,22; 2. Quartal: 1,31). Reuter macht sich deshalb jedoch keine Sorgen: "Der Peak ist erreicht, aber angesichts des Auftragsbestandes und der stetig eingehenden Neuaufträge sind wir weiterhin zuversichtlich." In der Vergangenheit sei Kuka immer wieder wegen Kapazitätsengpässen bei Zulieferern und beim Personal an seine Grenzen gestossen.

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