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Landesbank HSH zahlt 45 Millionen Dollar umsonst

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Die HSH Nordbank hat massiv unter der Finanzkrise gelitten, die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein mussten sie mit Milliardenspritzen retten. Vorstandschef Dirk Nonnenmacher war zuletzt öffentlich in die Kritik geraten, als ihm eine Sonderzahlung von 2,9 Millionen Euro gewährt wurde. Auch von politischer Seite steht Nonnenmacher massiv in der Kritik.

Aufsichtsratschef Kopper nimmt Nonnenmacher in Schutz

Im Streit um die Lage der HSH Nordbank nimmt Aufsichtsratschef Hilmar Kopper den HSH-Vorstandschef in Schutz und greift den früheren Wirtschaftsminister Werner Marnette (CDU) an. „Würde Marnette seine Vorwürfe gegen eine Privatperson erheben, er hätte längst jede Menge Verfahren wegen übler Nachrede am Hals“, sagte Kopper in einem Interview. Marnette bescheinigt er „Besserwisserei und unbefriedigte Eitelkeit.“ Beides seien „schlechte Ratgeber, zumal wenn es an Fachwissen mangelt“.

Sein eigenes Schicksal koppelt Kopper an das des umstrittenen HSH-Vorstandschefs. Nonnenmacher sei „die Voraussetzung dafür, dass ich hier bin“, sagte Kopper, der selbst neun Jahre lang Chef der Deutschen Bank war. Die HSH verdanke Nonnenmacher, dass sie die Finanzkrise überhaupt überstanden habe. „Wenn andere die Ablösung des Vorstandsvorsitzenden fordern, dann sollen sie selbst die Verantwortung tragen und sagen, wie sie es besser machen würden“, sagte Kopper.

Noch Zittern bis 2012?

Marnette hatte den Verantwortlichen der HSH in der Vergangenheit vorgeworfen, sie hätten in einer Mischung aus „Unvermögen, Fehleinschätzung, Täuschen, Tarnen und Tricksen“ gehandelt. Nonnenmacher sei Teil des Systems. Vor wenigen Tagen behauptete der ehemalige Minister, die Bank verschleiere Milliarden-Risiken. In den Medien forderte Marnette, das Institut unter die Kontrolle des Bundes zu stellen. “Die HSH braucht in den nächsten Monaten wahrscheinlich neue Milliardenhilfen.“ Weil Schleswig-Holstein diese nicht stemmen könne, gehöre die Bank unter den Rettungsschirm des Bundes.

Heute will Marnette mit einer „Analyse“ zur HSH Nordbank nachlegen. Kopper zeigte sich hingegen überzeugt von dem Geschäftsmodell der Bank. „Die Kernbank steht und ist vernünftig aufgestellt“, sagte Kopper. Er zeigte sich auch optimistisch, dass die EU dem geplanten Umbau des Instituts zustimmt. „Ich meine, wir haben ein sehr realistisches Konzept vorgelegt, das Brüssel im Grundsatz gefallen müsste.“ Ob die Bank über den Berg sei, wisse man spätestens im ersten Halbjahr 2012.

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