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Landesbanken-Neuordnung Wer über die Fusion von WestLB und BayernLB entscheidet

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Sparkassenpräsident Quelle: dpa

Rolf Gerlach, Sparkassenpräsident Westfalen-Lippe

Kein anderer hat die Geschicke der WestLB derart bestimmt wie der Hüne aus Münster. Vorstandsvorsitzende kamen und gingen, Gerlach blieb. Von 2004 bis 2007 war er Aufsichtsratsvorsitzender der Landesbank, nun ist er nur noch einfaches Mitglied im Kontrollgremium. Sein Einfluss ist dennoch kaum zu überschätzen. Die Sparkassen schätzen ihn als harten Verhandler. Wie hart er sein kann, zeigte er erst im Vorjahr. Da drohte Gerlach mit der Pleite der WestLB, wenn sich Bund und Land nicht ausreichend an den Risiken der Auslagerung von Vermögenswerten in die Bad Bank beteiligten. Schließlich mussten sich auch die Sparkassen engagieren, aber der größte Teil der Risiken landete beim Steuerzahler.

Schon vor fast 30 Jahren hat Gerlach als junger Verbandsfunktionär ein Papier verfasst, das den Sinn von Landesbankfusionen darstellte. Nun könnte die Vision Realität werden. Gerlach zumindest wird alles dafür tun, dass es so weit kommt. Mit Michael Breuer, Chef des mit gleichen Anteilen beteiligten rheinischen Sparkassenverbandes, zieht er jedenfalls an einer Strippe. Und während es in der Vergangenheit oft Auseinandersetzungen mit der Politik gab, scheinen die nun zweitrangig.

Für alle Parteien steht zu viel auf dem Spiel. Auch die Sparkassen würde eine Abwicklung der WestLB hart treffen. Vor allem im finanzschwächeren rheinischen Verband könnten ohnehin angeschlagene Institute in ernste Probleme geraten. Für Gerlach dagegen geht es auch um persönliche Ambitionen. Als Stellvertreter von DSGV-Präsident Heinrich Haasis ist er dessen natürlicher Nachfolger

Die Männer im Hintergrund

Heinrich Haasis, Sparkassenpräsident

Seit Jahren erklärt der Präsident des deutschen Sparkassenverbandes DSGV bei jeder Gelegenheit, dass Deutschland zwar Landesbanken braucht – aber eben nicht so viele. Bewegt hat sich lange nichts, was meist nicht an den Sparkassen lag, sondern an der Politik. Die Landesbanken sind deshalb eine große Belastung für die öffentlich-rechtliche Bankengruppe. Als Miteigentümer tragen die Sparkassen weiter einen Teil des Risikos. Zudem lasten die Milliardenverluste auf dem Image als solide Finanzierer des deutschen Mittelstands, den die Krise nur marginal betroffen hat.

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