Lego Lego widerruft angekündigte Entlassungen

Der Lego-Chef Jorgen Vig Kundstorp, verzichtet auf den angekündigten Stellenabbau.

Am Wochenende fand im Quelle: obs

Der traditionsreiche Spielzeug-Konzern stand kurz vor dem Zusammenbruch.

Die Bilanz wies einen Rekordverlust von 260 Millionen Euro nach Steuern aus. Das war 2004. Zwei Jahre später kündigte Lego an, bis Ende 2009 müssten 900 der 1300 Beschäftigten gehen, die in den dänischen Lego-Werken in der Fertigung arbeiten. Jetzt, in einer weltweiten Wirtschaftskrise, räumt Vorstandschef Jørgen Vig Knudstorp ein, er habe sich geirrt. Lego, heißt es, brauche doch alle 1300 Beschäftigte.

Das Unternehmen könne sich nicht allein auf die Produktion in Niedriglohnländern verlassen. Der dänische Standort Billund habe schließlich 50 Jahre Erfahrung in der Produktion der Plastikklötzchen, das mache den Standort trotz höherer Löhne äußerst konkurrenzfähig.

Die Nachfrage nach Lego-Produkten ist wieder stark gestiegen. Im ersten Halbjahr 2008 erzielte Lego einen Gewinn von 57 Millionen Euro und für das Gesamtjahr dürfte erheblich mehr als eine Verdoppelung zu erwarten sein. Schließlich macht der Konzern den Großteil seines Geschäfts zu Weihnachten. Die Mitarbeiter von Lego behalten nicht nur ihren Arbeitsplatz, sondern auch ihre Boni.

Als das Unternehmen 2006 die Entlassungen angekündigt hatte, versprach es den betroffenen Mitarbeitern einen Zuschlag, damit sie weiterhin ihr Bestes gaben. Obwohl die Beschäftigten nun bleiben dürfen, werden die Boni ausgezahlt.

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