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Logistik Rhenus will beim Duisburger Hafen einsteigen

In die Privatisierung des Duisburger Hafens kommt Bewegung. Ein neuer Bewerber tritt an - gegen die Bahn.

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Wenn die Deutsche Bahn in der Vergangenheit Interesse an einer Beteiligung am Duisburger Hafen kundtat, erntete sie fast immer die gleichen Reaktionen. Der Bund, das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Duisburg als Eigentümer signalisierten vorsichtiges Interesse. Konkurrenten, die sich an den Kaimauern niedergelassen hatten, protestierten hingegen und drohten sogar mit Abwanderung.

Diese Konstellation ändert sich jetzt grundlegend. Wie aus Eigentümerkreisen verlautet, hat sich kurz vor Weihnachten ein weiteres Unternehmen in Berlin offiziell um einen Anteil an Europas größtem Binnenhafen beworben: der Logistik- und Binnenschifffahrtsriese Rhenus, der schon viele Hafenanlagen in Deutschland betreibt und zum Reich der westfälischen Mülldynastie Rethmann gehört.

Nur mit öffentlicher Ausschreibung

So schwinden die Chancen für Bahn-Chef Rüdiger Grube, von den bisherigen Eignern einen Anteil ohne öffentliche Ausschreibung zu erwerben und sich dafür etwa bei Ministerpräsident Jürgen Rüttgers vielleicht sogar noch vor der Landtagswahl im Mai mit neuen Jobs zu bedanken. Branchenkenner wetten, dass Rhenus-Chef Michael Viefers gegen jede Art von Gemauschel vor Gericht zieht.

Rhenus selbst wollte sich zu der Bewerbung nicht äußern.

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