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Loick: Wie es weiterging

Hubert Loick (39) bewies schon früh Talent zum Unternehmer: "Ich wollte immer ein Stück besser sein", sagt der Bauerssohn aus Dorsten in Westfalen.

Und so packte er bereits mit 14 Jahren statt großer Kartoffelsäcke für Hausfrauen lieber viele kleine und produzierte Miniheuballen, um sie an Kaninchenzüchter aus der Nachbarschaft zu verkaufen. Zwar war er kein Musterschüler, schlingelte sich jahrelang nur durch, um über den zweiten Bildungsweg sein Fachabitur nachzuholen. Sein Vater band ihn aber bereits mit 16 in die Geschäftsführung des Hofes ein. Zwei Jahrzehnte später hat Loick aus dem alten Bauerngut ein Paradeunternehmen in Sachen Umweltschutz gemacht. Denn im September 2001 nahm er seine Biogasanlage in Betrieb. "Damit haben wir den ökologischen Kreislauf auf dem eigenen Firmengelände komplett geschlossen." 5000 Tonnen Bioprodukte verlassen jährlich seinen Hof und die gleiche Menge Biomüll kauft er von Entsorgern aus der Umgebung wieder zurück, um sie in seiner umweltfreundlichen Biogasanlage in Strom, Wärme und Kälte umzuwandeln. Gleichzeitig hat Loick damit seinen Hof unabhängig von Energielieferanten gemacht. "Alles, was wir an Energie für unsere Produktionsanlagen brauchen, produzieren wir jetzt selbst." Mit seinen Maisprodukten peilt er im Jahr 2001 einen Umsatz von 1,5 Millionen Euro an - ein Viertel davon macht er mit seinem Kinderspielzeug aus Mais. Im Juni 2002 soll die Produktion von Pommesschalen und Suppentellern aus Maisgranulat anlaufen. Auch hierfür hat der redegewandte Westfale schon erste Interessenten gefunden - darunter mehrere Caterer, Einkaufscenter und eine Fluggesellschaft. www.farmfill.de

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