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Machtkampf bei Tönnies Gericht weist Klage von Robert Tönnies ab

Robert Tönnies ist vor dem Oberlandesgericht in Hamm mit seiner Klage gescheitert, Geschäftsführer Josef Tillmann abzuberufen. Der Machtkampf in Deutschlands größtem Fleischkonzern ist damit aber nicht vorbei.

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Robert Tönnies (r.) scheiterte vor Gericht mit dem Versucht, den Geschäftsführer Josef Tillmann abzusetzen – die rechte Hand von seinem Onkel und Firmenboss Clemens Tönnies (l.). Die wichtigere Entscheidung vor Gericht steht aber noch aus. Quelle: dpa

Hamm Im Machtkampf bei Deutschlands größtem Fleischkonzern ist Robert Tönnies mit dem Versuch gescheitert, einen Top-Manager im Unternehmen abzuberufen. Das Oberlandesgericht in Hamm wies am Montag eine entsprechende Klage des Mitgesellschafters ab und bestätigte damit Entscheidungen des Landgerichts Bielefeld aus der ersten Instanz. Robert Tönnies hatte die Abberufung von Josef Tillmann gefordert, der als rechte Hand von Firmenchef Clemens Tönnies gilt. Das Gericht konnte keine Pflichtverletzungen Tillmanns als Geschäftsführer erkennen (Az.: 8 U 161/15 und 8 U 160/15).

Neffe Robert und sein Onkel Clemens halten jeweils 50 Prozent am Fleischkonzern mit einem Umsatz von zuletzt 5,6 Milliarden Euro und streiten sich seit Jahren vor Gericht um die Vormachtstellung im Unternehmen.

Die Auseinandersetzung um Josef Tillmann hat dabei nicht die Bedeutung wie ein Verfahren um geschenkte Firmenanteile, das noch am Landgericht Bielefeld anhängig ist. Sollte sich hier Robert Tönnies durchsetzen, würde er Anteile zurückerhalten und damit die Mehrheit bei Tönnies übernehmen.

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