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Managergehälter Fragwürdige Vorstandsboni mit Nobel-Rente

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Etliches bleibt intransparent

HeidelbergCement verweigert zudem ebenso wie Merck KGaA als einzige Dax-Unternehmen genauen Einblick in die Vergütung einzelner Vorstände. Von den 50 Konzernen im MDax verschweigen sogar 15 eine genaue Auskunft. Überhaupt gibt es in punkto Transparenz noch einiges zu bemängeln. So ist etwa die Bewertung der aktienbasierten Gehaltskomponenten nicht nachvollziehbar, weil oftmals die zugrunde gelegten Aktienkurse nicht angegeben werden.

Noch undurchsichtiger sind die Manager-Gehälter im Hinblick auf die Altersvorsorgezahlungen der Unternehmen. Das stört auch die Anlegerschützer der DSW. Hauptgeschäftsführer Ulrich Hocker hält das nicht für hinnehmbar: „Pensionszusagen machen in den meisten Unternehmen eine bedeutenden Teil der Gesamtvergütung aus, bleiben aber im Ringen um mehr Transparenz bislang völlig außen vor.“

Beste Versorgung im Alter

Überwiegend gibt es leistungsorientierte Pensionspläne der Unternehmen, bei denen die Unternehmen ihrem jeweiligen Vorstand eine festgelegte Rente ab einem bestimmten Alter zusagen. Obwohl in diesem Modell das Unternehmen für die zugesagte Summe bis zum Lebensende des jeweiligen Vorstands gerade stehen muss und somit das volle Risiko trägt, ist dieser Weg bei den Dax-Unternehmen üblich.

Nur elf der 30 Spitzenkonzerne wählen eine andere Variante: Sie zahlen in beitragsorientierte Pensionspläne ein, etwa in einen Fonds, und befreien sich damit von weitergehenden Verpflichtungen. Diese beiden Modelle sind eigentlich nicht miteinander vergleichbar, zumal die Pensionsverpflichtungen nicht überall exakt und oftmals ohne wesentliche Angaben wie zum Beispiel zu den Zinssätzen angegeben werden, moniert der Münchner Wissenschaftler Friedl. Ihm zufolge ist die Darstellung der verschiedenen Vergütungsbestandteile in diesem Punkt ungenügend: „Es muss hier mehr Transparenz her, damit Aktionäre und Eigentümer auch über die Pensionen vernünftig diskutieren können.“

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    Der Wissenschaftler konnte immerhin 22 von 30 Pensionsplänen der Dax-Unternehmen miteinander vergleichen. Demnach erhalten die Vorstandschefs der Konzerne Pensionszahlungen im Volumen von mehr als einer halben Million Euro jährlich. Die höchste Pensionszusage erhält Volkswagen-Chef Martin Winterkorn mit 1,19 Millionen Euro pro Jahr. Im Durchschnitt sind die Ex-Vorstandschefs im Alter von 62 Jahren pensionsberechtigt. Allerdings schwankt die Altersgrenze zwischen den Unternehmen stark. So dürfen sich beispielsweise die Konzernchefs von Allianz, BASF  oder Bayer mit 60 in den gutbezahlten Ruhestand begeben, bei Adidas, K+S oder Linde muss der Chef erst 65 Jahre alt werden, bevor es die Pension vom Arbeitgeber gibt.

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