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Marktführung angestrebt Stadtwerke wollen Glasfasernetze ausbauen

Die bisher auf die Versorgung mit Strom, Wasser und Gas fokussierten Stadtwerke wollen den privaten Haushalten künftig auch Glasfaseranschlüsse für schnelles Internet anbieten und eine Führungsrolle beim Ausbau dieser Infrastruktur übernehmen.

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Das geht aus einer Mitgliederumfrage des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) hervor, die der WirtschaftsWoche vorliegt. Demnach haben bereits mehr als 100 Stadtwerke mit der Planung oder dem Bau von Glasfasernetzen begonnen. Mittelfristig geht der Verband davon aus, dass ein Großteil der Mitglieder dieses neue Geschäftsfeld erobern wird.

Etablierte Anbieter wie die Deutsche Telekom und TV-Kabelnetzbetreiber sehen darin die Gefahr einer Rückverstaatlichung. Die Gemeinde Villingen-Schwenningen im Schwarzwald etwa plant den Ausbau einer kommunalen Glasfaserinfrastruktur und will dafür öffentliche Mittel in Höhe von 83 Millionen Euro bereitstellen.

Dagegen wendet sich jetzt Harald Rösch, der Geschäftsführer von Kabel Baden-Württemberg, in einem Schreiben an den Bürgermeister, das der WirtschaftsWoche vorliegt. „Die Kommune müsste durch Niedrigpreisangebote Kunden von Kabel Baden-Württemberg abwerben“, kritisiert Rösch."Angesichts der ordnungspolitisch ausdrücklich gewünschten Privatisierung der Telekommunikation ist das ein äußerst problematischer Ansatz.“ Eine Erweiterung des TV-Kabelnetzes von Villingen-Schwenningen würde anstelle von 83 Millionen Euro nur sieben bis acht Millionen Euro kosten.

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