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Maschinenbauer Gildemeister "Liebe zum Detail"

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Angeschlagene Partner

Fürchten Sie keinen Know-how-Verlust?Im Gegenteil: Es geht um gegenseitige Know-how-Befruchtung. Der Wissensaustausch ist ein wichtiges Ziel der Zusammenarbeit. Das läuft in den Arbeitsgruppen gut. Deutsche und japanische Ingenieure und Facharbeiter haben viel gemeinsam: die Liebe zum Detail, die Beharrlichkeit beim Ringen um die beste Lösung. Die Deutschen sind bekannt für Spitzentechnik, die Japaner für Qualität und Komponenten, die ausgereift sind, wenn sie auf den Markt kommen.

Wie ist es zu der Idee eines Zusammengehens gekommen? Beim Messe-Bier?Ich kenne den CEO von Mori Seiki, Masahiko Mori, schon lange. Wir sehen uns seit Jahren häufig bei den großen Messen und Branchentreffs. Als die Finanzkrise begann, war mir klar, was das für den Werkzeugmaschinenbau bedeuten würde. Die Aufträge in der Branche sind seit dem Herbst 2008 abrupt um mehr als 60 Prozent eingebrochen. In Japan war die Krise noch heftiger. In dieser Situation sind wir uns schnell einig geworden, dass wir künftige Krisen gemeinsam besser durchstehen.

Warum gerade Mori Seiki?Weil Mori Seiki der beste Partner auf dem Markt ist. Und Masahiko Mori ist ein führungsstarker Manager. Er wurde unter anderem in den USA ausgebildet, für einen japanischen Chef ist er mit 49 Jahren jung, kennt Europa und die westliche Mentalität. Und wir verstehen uns gut. Das ist wichtig bei einem solchen Projekt.

Aber Mori Seiki ist nur halb so groß wie Gildemeister und hat unter der Krise mehr gelitten.Das Unternehmen hat eine Eigenkapitalquote von 80 Prozent. Die größere Fertigungstiefe bei Mori Seiki bringt naturgemäß stärkere Ergebnisschwankungen mit sich. Nun, wo die Branche aus der Krise kommt, wird sich das Ergebnis deutlich verbessern.

Wir hoch sind die Synergien?Das Ziel unserer Win-win-Partnerschaft lautet für beide Seiten, Synergien von rund 15 Millionen Euro pro Jahr zu erzielen. Und da kommt noch ein gutes Stück hinzu. Wie viel genau, kann ich jetzt noch nicht sagen.

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