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McDermott, Zetsche, Kaeser Das sind die Top-Verdiener unter den Dax-Chefs

Die Chefs der Dax-Konzerne haben im vergangenen Jahr so viel verdient wie nie zuvor. Diese Firmenbosse liegen im Gehaltsranking vorn.

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Der RWE-Chef liegt laut der hkp-Studie auf dem letzten Platz der Vergütungsrangliste. Quelle: dpa

Frankfurt Zweistellige Millionengehälter sind für die größten deutschen Unternehmen kein Tabu mehr. Allein fünf der 30 Konzerne im Leitindex Dax zahlten ihren Vorstandsvorsitzenden für das vergangene Jahr zehn Millionen Euro und mehr, wie aus einer Erhebung der Frankfurter Vergütungsberatung hkp hervorgeht. Bei drei weiteren lag die Gesamtvergütung haarscharf unter dieser Schwelle.

„Wir haben im Dax einen historischen Vergütungsrekord“, sagte hkp-Mitgründer Michael Kramarsch am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Insgesamt erhielten die 29 Dax-Vorstandschefs, von denen die Zahlen vorliegen, rund 200 Millionen Euro.

Die höchste Vergütung, die ein Vorstandschef im Dax jemals bekam, kassierte 2017 an SAP-Chef Bill McDermott. Er verteidigte seine Spitzenposition mit 21,1 Millionen Euro. Dem Amerikaner kam dabei auch zugute, dass die Rivalen von SAP zumeist in den USA sitzen, wo die Unternehmenslenker im Schnitt deutlich höhere Vergütungen bekommen als in Deutschland.

Doch mit den Gewinnen der Dax-Konzerne halten die Gehälter des Spitzenpersonals ohnehin nicht mit. Nach Berechnungen von hkp ist der Nettogewinn im Dax um 36 Prozent gestiegen. Dagegen kletterten die Gesamtvergütungen der Vorstandschefs im Schnitt nur um 3,5 Prozent auf 7,4 Millionen Euro.

Werner Wenning, Chef des Versicherers Münchener Rück, ist in dem Ranking nicht enthalten, da er erst ab 27. April 2017 an der Konzernspitze steht. Die Commerzbank hat ihren Geschäftsbericht noch nicht veröffentlicht.

Platz 28: Rolf Martin Schmitz (RWE)

Der Manager ist seit Oktober 2016 Vorstandschef des Energieversorgers. Mit einer Vergütung von 2,82 Millionen Euro liegt er im Dax-Vergleich an letzter Steller.

Platz 27: Thomas Ebeling (Pro Sieben Sat 1)

Der frühere Chef des Medienkonzerns musste zwar starke Einbußen hinnehmen. Seine Vergütung sank von 6,04 Millionen Euro auf 3,47 Millionen Euro. Sein Rücktritt Anfang 2018 wurde ihm aber mit einer Abfindung von 7,1 Millionen Euro vergoldet.

Platz 26: Stefan Heidenreich (Beiersdorf)

Auch der Beiersdorf-Chef muss Einbußen hinnehmen. Seine Vergütung sank von 4,19 Millionen Euro auf 3,57 Millionen Euro.

Platz 25: Carsten Kengeter (Deutsche Börse)

Der Manager bekam zum Abschied zwar mit 3,59 Millionen Euro nicht mal halb so viel Gehalt wie 2016, erhält aber auch in diesem Jahr noch rund 1,5 Millionen Euro – und darf sich später wohl noch auf einen Teil der umstrittenen aktienbasierten Vergütung freuen, mit der ihn die Deutsche Börse einst geködert hatte.

Platz 24: Stephan Sturm (Fresenius)

Sturm, der im Juli 2016 die Leitung des Gesundheitskonzerns übernommen hat, verdiente 2017 insgesamt 3,82 Millionen Euro.

Platz 23: Aldo Belloni (Linde)

Der Manager kehrte 2016 zu dem Industriegasekonzern zurück. Im vergangenen Jahr erhielt er dafür 4,02 Millionen Euro.

Platz 22: Reinhard Ploss (Infineon)

Die Vergütung des Managers stieg 2017 um rund 1,5 Millionen Euro auf 4,32 Millionen Euro. Das war der zweitgrößte Zuwachs aller Dax-Chefs.

Platz 21: John Cryan (Deutsche Bank)

Der Brite hat immer noch das höchste Fixgehalt im Dax, verzichtete aber wie im Vorjahr auf seinen Bonus. Seine Vergütung sank laut hkp von 4,66 Millionen Euro auf 4,37 Millionen Euro.


Platz 20 bis 11

Platz 20: Oliver Bäte (Allianz)

Die Vergütung des Managers stieg 2017 um knapp 400.000 Euro auf 4,98 Millionen Euro.

Platz 19: Carsten Spohr (Lufthansa)

Der Airline-Chef durfte sich 2017 über den höchsten Zuwachs im gesamten Dax freuen. Seine Vergütung legte um 71 Prozent auf 5,37 Millionen Euro zu.

Platz 18: Rolf Buch (Vonovia)

Auch der Chefs des Immobilienkonzerns steigerte seine Vergütung von 4,86 Millionen Euro auf 5,67 Millionen Euro.

Platz 17: Timotheus Höttges (Deutsche Telekom)

Für den Telekom-Chef gab es ein Vergütungsplus von knapp einer halben Million auf 5,94 Millionen Euro.

Platz 16: Werner Baumann (Bayer)

Im Mai 2016 übernahmen der Manager die Führung des Chemie- und Pharmakonzerns aus Leverkusen. Im vergangenen Jahr betrug seine Vergütung 6,03 Millionen Euro.

Platz 15: Johannes Teyssen (Eon)

Der Chef des Energiekonzerns krempelt mit dem Innogy-Deal gerade die deutsche Energiebranche um. 2017 stieg seine Vergütung um mehr als 1,5 Millionen Euro auf einen Gesamtbetrag von 6,08 Millionen Euro.

Platz 14: Hans Van Bylen (Henkel)

Der Belgier trat 2016 die Nachfolge von Kasper Rorsted bei dem Düsseldorfer Konzern an. Im vergangenen Jahr erhielt er dafür 6,75 Millionen Euro.

Platz 13: C. Rice Powell (Fresenius Medical Care)

Der Amerikaner erhielt 2017 deutlich mehr als der Chef des Mutterkonzerns. Seine Vergütung sank allerdings leicht auf 7,25 Millionen Euro.

Platz 12. Elmar Degenhart (Continental)

Für den Chef des Autozulieferers ging es um 360.000 Euro nach oben. Seine Vergütung betrug 2017 damit 7,63 Millionen Euro.

Platz 11: Heinrich Hiesinger (Thyssen-Krupp)

Der Chef des Industriekonzerns durfte sich 2017 über ein Plus von mehr als einer Million Euro freuen. Seine Vergütung betrug 8,25 Millionen Euro.


Platz 10 bis 1

Platz 10: Stefan Oschmann (Merck)

Den zehnten Platz belegt der Vorstandschef des Darmstädter Chemie- und Pharmakonzerns. Oschmann hat diese Position seit Mai 2016 inne. Er verdiente im abgelaufenen Jahr 8,64 Millionen Euro.

Platz 9: Harald Krüger (BMW)

Automanager zählen zu den bestbezahlten Vorstandschefs im Dax. Krüger macht den Anfang mit einer Vergütung von 8,8 Millionen Euro – ein Plus von 750.000 Euro.

Platz 8: Bernd Scheifele (Heidelberg Cement)

Seit 2005 leitet der Manager den Baustoffkonzern. Im vergangenen Jahr verdiente Scheifele dabei 9,84 Millionen Euro – 150.000 Euro weniger als noch 2015.

Platz 7: Frank Appel (Deutsche Post)

Auch bei dem Post-Chef sank 2017 die Vergütung leicht. Er kam auf 9,85 Millionen Euro, 80.000 Euro weniger als noch im Vorjahr.

Platz 6: Kasper Rorsted (Adidas)

Im Oktober 2016 übernahm der Däne die Führung bei dem Sportartikelkonzern. Sein erstes volles Jahresgehalt beträgt 9,89 Millionen Euro.

Platz 5: Matthias Müller (Volkswagen)

Der Manager erreichte 2017 ein zweistelliges Millionengehalt – obwohl eigentlich ein Gehaltsdeckel gilt. Trotzdem kam Müller auf 10,27 Millionen Euro, ein Zuwachs von rund 2,5 Millionen Euro. Dafür gab es Kritik selbst aus der Bundesregierung, weil der Autobauer unter seiner Ägide immer noch tief in den Dieselskandal verstrickt ist.

Platz 4: Joe Kaeser (Siemens)

Für den Siemens-Chef ging es 2017 deutlich nach oben. Nach 8,42 Millionen im Vorjahr erhielt er nun 10,84 Millionen Euro.

Platz 3: Kurt Bock (BASF)

Der Manager will in diesem Jahr den Chefposten bei dem Chemieriesen übergeben. 2017 stieg sein Gehalt um mehr als 2,5 Millionen Euro auf 10,96 Millionen Euro.

Platz 2: Dieter Zetsche (Daimler)

Zetsche ist der einzige Manager, dem seit 2013 in jedem Jahr ein zweistelliger Millionenbetrag zufloss. 69 Millionen Euro hat er seither von dem Stuttgarter Autobauer als Gehalt, als Bonus oder Altersvorsorge-Beiträge bekommen. Die 13,04 Millionen Euro im Jahr 2017 waren seine niedrigste Vergütung, obwohl sein Arbeitgeber gleichzeitig 23 Prozent mehr Gewinn erwirtschaftete.

Platz 1: Bill McDermott (SAP)

„Um ein solches Talent im Walldorf zu halten, muss man auch die üblichen Gehälter in den USA berücksichtigen“, begründete Kramarsch den Ausreißer. Bereits 2016 hatte McDermott mit 15,3 Millionen Euro souverän an der Spitze der Gehalts-Rangliste gelegen. Nun waren es nach hkp-Berechnung 21,15 Millionen Euro.

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