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Medien Neuer Bertelsmann-Boss soll Konzern mehr Glanz verleihen

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Aus Bertelsmann wieder mehr zu machen als eine gut geölte Maschine – genau das ist offenbar der Job, den die Eignerfamilie Mohn und Aufsichtsratschef Gunter Thielen jetzt Rabe zugedacht haben. Über Rabes Lebenslauf schreibt die Bertelsmann-PR nicht von ungefähr „der operative Finanzchef“. Ebenso wie der promovierte Wirtschaftswissenschaftler im Vorstand längst die Musiksparte verantwortet, lenkt er über einen Venture-Fonds auch Internet-Initiativen des Konzerns. Sein Meisterstück jedoch machte Rabe, der in Brüssel die Europa-Schule besuchte, in Aachen und Köln studiert hat, als er im Frühjahr 2006 den Mohns half, den familienfremden Aktionär Albert Frère aus dem Konzern rauszukaufen. Für 25,1 Prozent der Anteile überwies Bertelsmann Frères Groupe Bruxelles Lambert stolze 4,5 Milliarden Euro – ein Batzen Geld, der den Konzern in der Folge lange zu lähmen drohte. Um die Schulden zu reduzieren, machte Rabe den Vorgänger des Musikrechtegeschäftes zu Geld, verkaufte den Bertelsmann-Anteil am Musikkonzern Sony BMG genauso wie den Nordamerika-Part des Buchclub-Geschäfts.

Warten zahlt sich aus

Dieses muntere Schalten und Walten blieb anderenorts nicht unentdeckt – 2008 und kurze Zeit später noch einmal stand der Rabe vor dem Abflug. Einmal gen München, wo der TV-Konzern ProSieben Sat.1 einen neuen Vormann suchte. Und kurz darauf ins weniger glamouröse Duisburg, wo der Mischkonzern Haniel sich mit ähnlichen Gedanken trug. Beide Male hielt Bertelsmann die Zügel stramm und ließ den hochgewachsenen Hoffnungsträger nicht von der Leine. Im Gegenteil: Erst im Frühjahr 2011 verlängerte man den Kontrakt des Kämmerers um weitere fünf Jahre. Nun zahlt sich Rabes Warten aus. Ab Januar ist er der Chef.

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