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Agrofert-Chef expandiert in Deutschland "Ich bin ja nicht Gott"

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Kontakte haben geholfen

Aktien für den Megatrend Agrar

Sein Erfolg beruhe auf ehrlicher Arbeit, beteuert Babiš. Wohl habe er als Diplomaten-Sohn in der Tschechoslowakei Vorteile genossen. In Bratislava geboren, wuchs Babiš unter anderem in der Schweiz auf. Seine Kontakte aus der Zeit, als er die Petrimex-Geschäfte in Marokko leitete – unter anderem zur deutschen Metallgesellschaft, heute Gea –, hätten ihm bei der Gründung von Agrofert geholfen, räumt er ein. Sein heutiger SKW-Chef und Vertrauter Geserick saß damals auf der anderen Seite und organisierte für die Metallgesellschaft Warentauschgeschäfte mit der CSSR. Also mit Babiš.

Der gibt sich heute als Milliardär von nebenan, der im schönen, aber nicht luxuriösen Ort Pruhonice bei Prag wohnt, selbst Auto fährt und die vier Kinder gerne von der Schule abholt. Ein bekannter Luxus: eine 95 Hektar großen Pferdefarm.

Mit eigener Partei zur Parlamentswahl

In Arbeit
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Bislang war der zweitreichste Tscheche in seiner Heimat wenig bekannt. Das ändert sich mit dem politischen Engagement. Wenn Babiš über sein Land redet, hebt er die Stimme, seine Mitarbeiter werden ein bisschen nervös. Dann erregt sich der sonst ruhig wirkende Zahlenmensch über die Mafia, politisch gesteuerte Medien und Steuerverschwendung: "In Tschechien gibt es so viele fähige Leute. Ihr Pech ist, dass sie von unfähigen Politikern regiert werden." Zur Parlamentswahl 2014 schickt Babiš daher seine eigene Partei ins Rennen. Chancen auf einen Wahlerfolg geben ihm die Demoskopen allerdings nicht.

Parallel dazu hat er sich in die Medienlandschaft eingekauft. Unter anderem gehört ihm das tschechische Gratiswochenmagazin "5plus2" mit Millionenauflage. Dort will Babiš seine Sicht der Dinge präsentieren: "Ich habe 18 Jahre lang gewartet, dass die Wahrheit gewinnt. Aber das ist nicht geschehen." Babiš sucht Einfluss. Ein hohes politisches Amt strebt er über die ANO 2011 angeblich aber nicht an.

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