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Berufsbildungsbericht Nur jeder fünfte Betrieb bildet aus

Deutschlands duales Ausbildungssystem ist ein Exportschlager. Nur zuhause funktioniert es offenbar nicht: Laut Berufsbildungsbericht leistet sich nur noch jeder fünfte Betrieb Lehrlinge.

Die besten Bundesländer für Schüler und Azubis
Passanten gehen am Dienstag (28.08.12) in Bremen an der Fassade des Empfangsgebaeudes des Bremer Hauptbahnhofes vorbei. Quelle: dapd
Ein Brunnen vor dem Hauptgebäude der Ludwig-Maximilians-Universität in München Quelle: dpa
Die St. Johann-Basilika in der Altstadt von Saarbrücken Quelle: dpa/dpaweb
Abendhimmel hinter der Baustelle der Elbphilharmonie am Hafen von Hamburg. Quelle: dpa
Die Rücklichter fahrender Autos werden am Mittwochabend (21.03.2012) auf der Karl-Marx-Allee in Berlin dank einer Langzeitbelichtung zu roten und gelben Linien. Quelle: dpa
Birds sit on a statue in the park of Sanssouci Palace Quelle: dapd
Gäste am Kreuzfahrtterminal in Warnemünde Quelle: dpa/dpaweb

Alle reden vom Fachkräftemangel und davon, dem Problem nur durch bessere Qualifizierung beikommen zu können. Nur machen will es kaum jemand: Laut dem noch unveröffentlichten Berufsbildungsbericht haben deutsche Betriebe im vergangenen Jahr nur noch 551.272 Ausbildungsverträge geschlossen, wie das Handelsblatt berichtet. Das entspricht einem Rückgang von 2,2 Prozent gegenüber dem Jahr 2011.

Das ist besonders erstaunlich, da sich die deutschen Unternehmen im Ausland nicht scheuen, ihre künftigen Angestellten selbst auszubilden. Treffen sie in China oder Osteuropa auf schlecht ausgebildete Kräfte, schulen sie diese - und zwar nach deutschem System. Hierzulande scheinen die Unternehmen dagegen resigniert zu haben: Die Zahl der angebotenen Lehrstellen ging im Jahr 2012 um 2,4 Prozent auf 584.547 zurück.

So nutzen Mittelständler ihre Stärken im Wettbewerb um Fachkräfte

Für 2013 prognostiziert das Bildungsministerium einen weiteren Rückgang um gut drei Prozent. Laut einem Bericht des Handelsblatts ist die Quote der Unternehmen, die ausbilden auf 21,7 Prozent gesunken – das ist der niedrigste Stand seit 1999.

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Das Bundesinstitut für Berufsbildung fürchtet, dass bis zum Jahr 2030 in Deutschland eine Million Fachkräfte mit beruflicher Ausbildung fehlen werden, wenn es in den Unternehmen kein Umdenken gibt. Die Firmen sollten deshalb ihre Anstrengungen intensivieren, "um alle Potenziale für die duale Berufsausbildung zu nutzen", heißt es im Berufsbildungsbericht, der bis April veröffentlicht werden soll.

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