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Best-Practice-Beispiel Marken-Pflege bei Speick Naturkosmetik

Speick Naturkosmetik wurde 2013 zur nachhaltigsten Marke Deutschlands gewählt. Das liegt nicht nur an den Naturprodukten.

Speick Naturkosmetik wurde 2013 mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet. Quelle: Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis - Frank Fendler

Bei Speick Naturkosmetik gibt es nur Biokekse zum Kaffee. Und der ist natürlich fair gehandelt und verströmt seinen Duft in energieeffizient beheizten Räumen in der Firmenzentrale in Stuttgart. Der Strom für die Fließbänder in der Produktion stammt teilweise aus den Fotovoltaikanlagen auf dem Dach, der Rest wird von regionalen Ökostromerzeugern dazugekauft. „Ist doch selbstverständlich“, sagt Gudrun Leibbrand, Leiterin des Produktmanagements bei Speick. „Wir leben Nachhaltigkeit und reden nicht nur darüber.“

Für diese Art der Unternehmensführung wurde der Kosmetikhersteller im vergangenen Jahr mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie „Deutschlands nachhaltigste Marke“ ausgezeichnet, einem der wichtigsten CSR-Preise des Landes.

Mit mittlerweile rund 50 Mitarbeitern produzieren die Stuttgarter seit 1928 Naturkosmetik – lange bevor es das Wort überhaupt gab. Basis für die Pflegeprodukte des Unternehmens mit einem Jahresumsatz von elf Millionen Euro ist ein seltenes Kraut, das ihm seinen Namen gegeben hat: Speick, eine alpine Pflanze, die in den Kärntner Nockbergen in Österreich ab einer Höhe von 1.800 Metern wächst.

Beruhigende Wirkung

Das Gewächs soll eine beruhigende Wirkung haben, steht allerdings unter Naturschutz. Speick darf die Pflanze nur dank einer Sondergenehmigung und als einziges Unternehmen unter strengen Auflagen sammeln lassen – zwei Kärntner Almbauern-Familien übernehmen das von Hand. Die Produkte sind darum mit dem selten vergebenen Hinweis „aus kontrolliert biologischer Wildsammlung“ gekennzeichnet.

Nur wenige Mittelständler arbeiten mit Produkten, die so nachhaltig sind wie der gewachsene Rohstoff von der Alm. Rund 130 verschiedene Lotionen, Deos und Waschcremes stellt das Unternehmen unter Verwendung der Pflanze her. Allein der Klassiker Speick-Seife wird in 34 Länder exportiert, darunter auch nach Japan und Island.

Um die komplette Produktion nachhaltig zu machen, werden ausschließlich natürliche Konservierungs- und Duftstoffe sowie ätherische Öle verwendet. Die Produktverpackungen sind aus Glas oder recyceltem PET, Müll wird getrennt. Sogar die Geschäftspost wird ausschließlich auf Recyclingpapier geführt.

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