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ebm-papst Mittelständler profitiert von Umweltsünden

Weltweit richtet sich der Fokus auf grüne Energiespartechnik. Der schwäbische Weltmarktführer ebm-papst verdient sich damit eine goldene Nase.

Die Top-Konzerne aus dem Südwesten
Claus-Dietrich Lahrs Quelle: dpa
M+W Quelle: M+W Group
SEW-Eurodrive Quelle: SEW Eurodrive
Dürr Quelle: dpa
Man + Hummel Quelle: Mann + Hummel
Ein Mann sägt eine Scheibe von einem Baumstamm ab Quelle: dpa
Eberspächer Quelle: Eberspächer

Lache keiner über den Firmensitz „Mulfingen“! Das klingt zwar nach „Hinter den sieben Bergen, bei den sieben Zwergen“, doch in der kleinen Stadt nahe Künzelsau residiert ein Vorbild nicht nur für deutsche Maschinenbauer: ebm-papst, Weltmarktführer in der Motoren- und Ventilatorentechnik.

Ein Jahr nach dem 50. Betriebsjubiläum vermeldet der Konzern für das im März abgeschlossene Geschäftsjahr 2013/14 zweistelliges Umsatzwachstum. Rund 1,5 Milliarden Euro erlöste der Konzern mit Hilfe seiner rund 11.700 Mitarbeiter weltweit. Das Plus von 11,2 Prozent toppt nicht nur den Schnitt der deutschen Maschinenbauer, sondern auch den der weltweiten Branchenkonkurrenten. Dabei investieren die Mulfinger gerade mal sechs Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung.

Grobe Marschrichtung 2014 ist die breitere Diversifizierung auf den schon besetzten Märkten. Größte Chancen sieht ebm-papst dank des aus seiner Sicht ungebrochenen Trends bei GreenTech-Ventilatoren im Bereich der Heiz-, Klima- und Kältetechnik, im Maschinen- und Anlagenbau sowie bei Automotive/Verkehr.

Schön ist es aus Mulfinger Sicht aber nicht überall: Vor allem asiatische Unternehmen besetzen den Markt für billiger gebaute, aber den lokalen Ansprüchen dennoch genügende Produkte im Segment der Telekommunikations- und IT-Industrie.

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Für das laufende Geschäftsjahr hält Vorstandschef Rainer Hundsdörfer den Ball flacher und prognostiziert 4,5 Prozent Umsatzwachstum. Das wären 1,56 Milliarden Euro. 150 Millionen Euro plant er für Investitionen ein.    

Wachstum versprechen sich die Schwaben vor allem in Asien, sieben Prozent sollen es werden.

ebm-papst profitiert von den dortigen Umweltsünden. Produkte zur Luftreinigung, Klimatisierung, Mobilität und Umweltschutz sind gefragt.

Zudem ist Energieeffizienz auch dort das Gebot der Stunde. Das wiederum könnte Billiganbietern das Geschäft verderben. ebm-papst hofft dank technischer Expertise diesen Markt mit energieeffizienten Hightech-Produkten samt langer Lebensdauer besser als bisher besetzen zu können.

In Europa und Deutschland erscheint den Mulfingern die Wachstumsperspektive weniger rosig: Sie rechnen mit zwei bis drei Prozent. „Wir sehen in Europa eine konjunkturelle Erholung und sind verhalten optimistisch – sofern sich die Situation in der Ukraine beruhigt“, so Chef Hundsdörfer.

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