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Facharbeitermangel Auf Facebook Azubis finden

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Imagefilm auf Facebook

Der Auszubildende von Elling kennt seinen Arbeitgeber, den Maschinenbauer Röders, noch aus Schulzeiten Quelle: Stefan Kröger für WirtschaftsWoche

Die meisten Mittelständler gehen noch klassische Wege, um sich die Fachkräfte von morgen zu sichern. Dazu gehört vor allem die Ausbildung. Mehr als die Hälfte der Unternehmen richtet die Zahl der Lehrstellen an ihrem zukünftigen Fachkräftebedarf aus, ergab eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages. Zudem werben sie um Schulabgänger und Universitätsabsolventen, kooperieren mit Hochschulen und fördern Diplomarbeiten. Doch bei der Zusammenarbeit mit den Unis kommen Mittelständler oft schwerer zum Zuge als Großunternehmen.

Einen für Mittelständler neuen Weg geht das Ingenieurdienstleistungsunternehmen TZM aus Göppingen bei Stuttgart. Der Mittelständler ist seit Kurzem bei Facebook aktiv und erfreut sich dort bereits einer wachsenden Fangemeinde. Auch die aktuellen Jobangebote des Göppinger Mittelständlers mit einem Jahresumsatz von sieben Millionen Euro lassen sich über das Online-Netzwerk aufrufen.

Attraktive Nische für Mittelständler

Durch einen Imagefilm und Fotos von Arbeitsalltag und Betriebsausflügen auf Facebook gewährt TZM Bewerbern Einblicke in die Unternehmenskultur und das Arbeitsumfeld des Unternehmens. Die Online-Strategie scheint sich bezahlt zu machen: Immer mehr Bewerber geben an, über das Internet auf den Mittelständler aufmerksam geworden zu sein.

„Social Media ist gerade für Mittelständler eine attraktive Nische, um neues Personal zu rekrutieren, da wollen wir vorne mit dabei sein“, sagt die verantwortliche Managerin Sandra Welter. Auch andere Angebote wie das Businessnetzwerk Xing bieten eine Chance für kleinere Unternehmen, Bewerber auf sich aufmerksam zu machen.

„Unternehmen, die hier einen kompetenten Eindruck machen, können potenzielle Bewerber von sich überzeugen“, sagt Stephan Pfisterer, Bereichsleiter Bildung und Personal beim IT-Branchenverband Bitkom.

Doch viele Mittelständler haben solche Anwerbungsmechanismen noch nicht verinnerlicht. Aus einer Studie der Universitäten Bamberg und Frankfurt am Main in Kooperation mit der Internet-Stellenbörse Monster geht hervor, dass bisher kaum ein Mittelständler seine offenen Stellen über Facebook, Xing oder Twitter publiziert.

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