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Finanzierung Strenge Banken vermiesen das China-Geschäft

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Liquiditätsklemmen in China

Maschinenbau macht Kasse in China
Voith Quelle: dpa
Knorr-Bremse Quelle: dpa
Schuler Quelle: dpa
Manz Quelle: PR
Waldrich Siegen Quelle: Screenshot
MAG

Oft kann in solchen Fällen nur noch ein kurzfristiges Darlehen der deutschen Muttergesellschaft die Lücke überbrücken. „Doch selbst das dauert dann statt der üblichen drei bis 14 Tage drei bis sechs Monate“, sagt Esser. Für deutsche Mittelständler wie für ihre Hausbanken, die dafür sorgen sollen, dass die Mittel so schnell wie möglich in Wuhan, Peking oder Shanghai ankommen, sind diese Prozeduren der blanke Horror.

Unternehmen, die sich über eine Bank in Deutschland oder über die eigene Muttergesellschaft finanzieren, müssen diese Art von Liquiditätsklemmen weniger fürchten. Und sie sparen sich viele Detailkontrollen der Banken und Behörden sowie Geld. Schließlich erzielen nur wenige Unternehmen in China ähnliche Konditionen wie an ihrem Heimatort.

Perspektiven für das China-Geschäft
Was erwartet deutsche Unternehmer in China? Das Interesse am Kongress der WirtschaftsWoche ist groß Quelle: Robert Poorten für WirtschaftsWoche
Wirtschaftsperspektiven für den Handel in China: Frank Appel sprach die Keynote Quelle: Robert Poorten für WirtschaftsWoche
Chefredakteur Roland Tichy moderierte den Kongress Quelle: Robert Poorten für WirtschaftsWoche
Gudrun Grosse von der IHK Köln Quelle: Robert Poorten für WirtschaftsWoche
China ist einer der wichtigsten Märkte für die Deutsche Post - Konzernchef Frank Appel Quelle: Robert Poorten für WirtschaftsWoche
Frank Appel und Roland Tichy (l.) im Gespräch Quelle: Robert Poorten für WirtschaftsWoche

Doch im Sinne der chinesischen Regierung ist das nicht. Sie baut deshalb dem wachsenden ausländischen Fremdkapital vor. Dafür nimmt sie die Finanzierungslücke ins Visier, die nach Abzug des Eigenkapitals durch Kredite gedeckt wird, den sogenannten Borrowing Gap. Das heißt, die Regierung legt fest, dass ausländische Firmen, die in China ein Unternehmen gründen oder kaufen, einen bestimmten Teil der Investitionssumme als Eigenkapital einbringen müssen. „Den Rest können Unternehmen mit Krediten aus dem Ausland aufstocken“, erläutert Deutsch-Banker Henning, „entweder geliehen von einer Bank, per Euro- oder Renminbi-Anleihe etwa in Hongkong oder als Darlehen von der Unternehmensmutter finanziert.“

Die Spanne für die vorgeschriebene Eigenkapitalquote reicht von 33 Prozent bei mehr als 30 Millionen Dollar Investitionssumme bis 70 Prozent bei weniger als einer Million. Zu verhandeln gibt es da für die Unternehmen nichts. „Das muss echtes Eigenkapital sein, also in China vorhandenes Geld oder Maschinen, es darf auch kein Kredit von der Muttergesellschaft sein“, betont Esser.

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