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FitnessstudioMcFit benennt sich um – und hat große Pläne

Die Fitnessstudio-Kette McFit startete einst als Billigheimer mit Fabrikhallen-Charme. Seitdem hat sie schon mehrere Imagekorrekturen hinter sich gebracht. Jetzt hat Gründer Schaller offenbar noch radikalere Pläne. 28.02.2019 - 11:36 Uhr

McFit hat einen weiten Weg hinter sich. Jetzt sollen sogar Luxus-Angebote Teil des Programms werden

Foto: obs

Als Rainer Schaller 1997 in Würzburg das erste McFit-Studio eröffnete, geschah das unter dem Slogan „Die Fitnesshalle für alle“. Entsprechend bodenständig war das Logo: einfache gelbe Schrift auf einer blauen Banderole. Weitere „Fitnesshallen“ folgten, oft am Stadtrand, oft in alten Fabrikhallen oder ähnlich schmucklosen Gebäuden. Die Message war klar: Training hier sollte kein Wellness-Angebot sein. Knallharter Muskelaufbau in einer funktionalen Halle voller Geräte stand im Vordergrund. Sogar fürs Duschen musste man bezahlen.

In den folgenden Jahren nahm McFit jedoch Schritt für Schritt Abstand von seinem Billigheimer-Image, mit einem neuen, deutlich schickeren Logo und schöner gestalteten Studios. Der Claim änderte sich in „Einfach gut aussehen“. Noch deutlicher zeigt sich der Image-Wechsel an den Kampagnen-Slogans: Erst wurde McFit zum „Home of Fitness“, 2017 folgte der wohl als selbsterfüllende Prophezeiung geplante Satz „Proud to be McFit“.

Jetzt will Gründer und Geschäftsführer Schaller den Image-Wechsel offenbar noch radikaler vorantreiben. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, wird Schaller die McFit-Global-Group 2020 umbenennen in RSG. Das Kürzel steht für Rainer Schaller Global und soll, so schreibt es das Blatt, Englisch ausgesprochen werden.

Unter dem neuen Namen will Schaller offenbar seine internationale Expansion weiter fortsetzen. Schon heute hat McFit nach eigenen Angaben knapp zwei Millionen Mitglieder und ist damit einer der größten Fitness-Anbieter in Europa. Hinzu kommen mehrere Tochterunternehmen. Nun sollen weitere Länder folgen, etwa die Türkei und die USA. „Wir sehen uns heute anders, größer“, wird Schaller zitiert, „als weltweiter Innovationsführer im Bereich Fitness und Lifestyle.“

Der geplante Wandel soll weit über eine Namensänderung hinausgehen. Neben einem Umzug des Unternehmenssitzes bedeutet das vor allem, dass Schaller verschiedene Studios für verschiedene Zielgruppen anbieten will. Vom Billig-Studio für zehn Euro im Monat bis zum Luxus-Gym in San Francisco soll alles dabei sein.

Damit hat sich Schaller weit von seiner puristischen Ursprungsidee entfernt. Die sieht er inzwischen aber ohnehin kritisch, wie er dem „Handelsblatt“ verriet: „Mein größter Fehler war einst das Konzept ‚Die Fitnesshalle für alle‘.“

kas
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